Hightech Rohstoffe, Seltenerd-Elemente (SEE) oder Technologiemetalle (TM), es gibt eine Reihe von Bezeichnungen für diesen Bereich, die vor unserem Auge zunächst nicht trennscharf sind. Der Titel des Buches nimmt sich eine Untergruppe von Hightech Rohstoffen und auch von Technologiemetallen zum
Überbegriff und ist so etwas verwirrend. Auch kann ich den Begriff Kokain nicht als zutreffend erkennen,…mehrHightech Rohstoffe, Seltenerd-Elemente (SEE) oder Technologiemetalle (TM), es gibt eine Reihe von Bezeichnungen für diesen Bereich, die vor unserem Auge zunächst nicht trennscharf sind. Der Titel des Buches nimmt sich eine Untergruppe von Hightech Rohstoffen und auch von Technologiemetallen zum Überbegriff und ist so etwas verwirrend. Auch kann ich den Begriff Kokain nicht als zutreffend erkennen, nimmt seine Wirkung doch sehr schnell ab, was bei Hightech Rohstoffen nicht der Fall ist.
Der Begriff Hightech-Rohstoffe ist ein übergeordneter Sammelbegriff für alle Rohstoffe, die für moderne, innovative Technologien und industrielle Anwendungen entscheidend sind. Dazu zählen Metalle, Mineralien und andere Materialien, die in Hightech-Produkten wie Elektronik, erneuerbaren Energien, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik oder Digitalisierung eingesetzt werden. Hightech-Rohstoffe umfassen sowohl klassische Industriemetalle (z. B. Kupfer, Nickel) als auch spezielle Metalle und Nichtmetalle, darunter auch Technologiemetalle und Seltene Erden.
Technologiemetalle (TM) sind eine Untergruppe der Hightech-Rohstoffe. Sie umfassen Metalle, die aufgrund ihrer besonderen chemischen und physikalischen Eigenschaften für Hightech-Anwendungen unverzichtbar sind. Dazu zählen beispielsweise Indium, Gallium, Germanium, Silizium, Platingruppenmetalle, Gold, Silber sowie die Metalle der Seltenen Erden. Technologiemetalle werden vor allem in Wachstumstechnologien wie Elektronik, erneuerbaren Energien, Batterien, Halbleitern und Speziallegierungen eingesetzt. Sie sind oft schwer substituierbar und stehen daher im Fokus der Rohstoffsicherung345.
Seltene Erden (SEE) sind eine spezielle Gruppe chemischer Elemente, die zu den Technologiemetallen gezählt werden. Der Begriff bezeichnet meist 17 Elemente: die 15 Lanthanoide (Lanthan bis Lutetium) sowie Scandium und Yttrium. Sie zeichnen sich durch ähnliche chemische Eigenschaften aus und werden in der Industrie vor allem für Magnete, Leuchtstoffe, Katalysatoren, Batterien und Elektronikkomponenten benötigt. Trotz ihres Namens sind viele dieser Elemente in der Erdkruste nicht besonders selten, jedoch selten in wirtschaftlich abbauwürdigen Konzentrationen vorhanden.
Das Buch gibt einen sehr guten Einblick in das Vorkommen und den Abbau von SEE und TM, wobei insbesondere die Rolle von China behandelt wird. „Besonders bei SEE besteht eine extreme Abhängigkeit von China, wo die Raffinerien stehen: nämlich 98 bis 99 Prozent.“ Von 350.000 weltweit gekauften SEE Tonnen, lieferte China 240.000 Tonnen und auch die größten Vorkommen an TM liegen in China. Das Land fördert und verarbeitet Hightech-Rohstoffe unschlagbar günstig. Unter dem Stichwort Metall-Nato gibt es Bestrebungen, diese Vorherrschaft zu brechen und westliche Abbaustätte sowie die Verarbeitung zu fördern.
Tatsächlich wird die Speicherung von Energie mit Batterien und dessen Hauptanwendungszweck Elektroautos immer wichtiger. Niemand kann das heute übersehen. Zu aktuellen Problemen: zuverlässige Quellen listen Iran nicht als bedeutenden Produzenten oder Exporteur von Seltenen Erden auf. Die größten bekannten Vorkommen und Förderländer sind weiterhin China, Australien und die USA. Dabei weicht China aufgrund der hochproblematischen, oft illegalen Abbaus nach Myanmar aus, wo eine Welt entstand (Kachin), in der es keine Regeln gibt, keine Gesetze und keine Schutzvorschriften. Dort fließen Chemikalien in Bäche, Bäche in einen Fluss und ab ins Meer. Wir aber wollen weiterhin ein neues Handy, jedes Jahr.
Mit solchen Berichten wird es auch in Europa schwer, Hightech-Rohstoffe zu fördern. Im Südwesten Spaniens wurde der Abbau verhindert, wo die Rohstoffe buchstäblich auf der Straße liegen. „Grund: Das Überleben des iberischen Luchses wäre möglicherweise gefährdet gewesen, dessen Wiederansiedlung die EU gerade erst mit Millionen gefördert hatte.“
Klimafreundliche Technologie erfordern Highttech-Rohstoffe: „Entweder wir nutzen die technischen Möglichkeiten, oder wir gehen unter.“ Das Fazit dieses Buches lässt aufhorchen und die zukünftige Problematik in diesem Bereich deutlich aufleuchten. Sogar mögliche Privatinvestitionen in Hightech Rohstoffen werden in diesem umfassend gespannten Buch behandelt. Sehr spannend zu lesen.