Was waren das doch für Zeiten:
Der 'Tante Emma'-Laden um die Ecke, der die ganze Familie des Besitzers ernährte. gleiches für den Bäcker, den Metzger um die Ecke. Meinungsmanipulation nur durch die 'Bild'-Zeitung, drei Sender im TV und ab etwa 22:30 Uhr nach dem Testbild nur noch 'Schneegestöber'
auf der Mattscheibe...
Heute geht es nach dem Motto: groß - größer - am größten; schnell -…mehrWas waren das doch für Zeiten:
Der 'Tante Emma'-Laden um die Ecke, der die ganze Familie des Besitzers ernährte. gleiches für den Bäcker, den Metzger um die Ecke. Meinungsmanipulation nur durch die 'Bild'-Zeitung, drei Sender im TV und ab etwa 22:30 Uhr nach dem Testbild nur noch 'Schneegestöber' auf der Mattscheibe...
Heute geht es nach dem Motto: groß - größer - am größten; schnell - schneller - am schnellsten; grell - greller - am grellsten. Ein riesiges Unternehmen schluckt die kleinen, eines nach dem anderen. Der nächste Riese macht es genau so. Und am Ende blieben noch ein paar Riesen übrig, die nach Lust und Laune die Preise manipulieren - im Sinne des Shareholder-Values. Kommt dann noch eine im Vergleich zu südamerikanischen Verhältnissen geringe Inflation über den Weg - Super, ist doch ein tolles und glaubhaftes Argument, die Preise noch etwas weiter zu erhöhen...
Der für sein Einkommen arbeitende Normalverbraucher guckt dumm - und zahlt.
Wohin dieser Drang der Riesenunternehmen noch größer zu werden, in deren Sinn im Idealfall zum Monopolisten zu werden, führen kann, führen wird, das zeigt Hans-Jürgen Jacobs schlüssig auf. Auch an den Beispielen von Amazon, Google, Microsoft, Apple, Facebook, Shell, BP, Aral, RWE, enBW, dem Einzelhandel, sei es Edeka oder Zara, dm, Deichman, Rossmann oder Douglas.
Viele Grafiken und Diagramme belegen die Feststellungen des Autors. Und da es ein seriöses Werk ist, befindet sich im Anhang auch ein mehrseitiges Literaturverzeichnis. Wer die Feststellungen des Autors anzweifelt, kann sich dort informieren, wie diese Feststellungen und die Schlüsse daraus zustande kommen.
Wer das Buch mit den darin vorgestellten Fakten und Thesen gelesen hat, wird erstens die Mechanismen, die die Wirtschaft beherrschen, besser oder besser endlich verstehen. Und im Idealfall auch sein Konsumverhalten ändern. Damit die Giganten nicht noch gigantischer werden, noch mehr Macht, noch mehr Manipulationsmöglichkeiten bekommen, unseren Wohlstand zu zerstören.