Genau so war es
Es ist ein so wichtiges Buch über Freiheit, Identität, Glauben, Mut und darüber, wie man immer wieder aufsteht. Mich hat vieles erinnert.
Ein intensiver, warmherziger Roman und für mich auf vielen Ebenen persönlich berührend. So habe ich oft vor mich hingemurmelt „Genau so war es“.
Schon die ersten Seiten haben mich tief hineingezogen. Dorrit Bartel erzählt Adanes Lebensweg mit…mehrGenau so war es
Es ist ein so wichtiges Buch über Freiheit, Identität, Glauben, Mut und darüber, wie man immer wieder aufsteht. Mich hat vieles erinnert.
Ein intensiver, warmherziger Roman und für mich auf vielen Ebenen persönlich berührend. So habe ich oft vor mich hingemurmelt „Genau so war es“. Schon die ersten Seiten haben mich tief hineingezogen. Dorrit Bartel erzählt Adanes Lebensweg mit einer Wärme und erzählerischen Dichte, die man selten findet. Besonders angesprochen hat mich, wie Adane zwischen Kulturen, Ideologien und inneren Kämpfen seinen Weg sucht. Dass ein Mensch erst zum Christen wird, dann zum Kommunisten und schließlich alles wieder ablegt, um endlich selbst zu entscheiden, das wirkt im Buch weder widersprüchlich noch konstruiert, sondern zutiefst menschlich. Und genau hier wurde das Buch für mich sehr persönlich. Ich bin selbst ein DDR-Kind, und vieles, was im Roman beschrieben wird, kam mir erschreckend vertraut vor: die Ideologien, die Erwartungen, das Gefühl, nicht wirklich frei zu sein. Auch Adanes Erfahrung, erst später im Leben zum Glauben zu finden, hat mich an meine eigene Geschichte erinnert. Mehr als einmal hatte ich das Gefühl, zwischen den Zeilen meinem eigenen früheren Ich zu begegnen. Die politischen und historischen Ereignisse, die Dorrit Bartel beschreibt, in Äthiopien wie in der DDR, wirken so lebendig, weil sie sich nie wie reine Fakten anfühlen. Sie sind mit Adanes persönlichem Ringen verwoben, mit seinen Verlusten, mit seiner Sehnsucht nach einem eigenen, freien Weg. Genau das macht das Buch so stark. Ich persönlich liebe es.