Ernaux pur ****
Da ich von der Literaturnobelpreisträgerin von 2022 immer nur die deutsche Übersetzung lese, kommt hier nicht so rüber, was sie geschrieben hat: ****
Ihr Erstlingswerk erschien 1974, die deutsche Ausgabe „Die leeren Schränke“ 2023 und ist für mich noch ein Desiderat. Nach anderen
noch nicht übersetzten Bücher erschien 1983 das Buch „Der Platz“ über ihren Vater, (2019 übersetzt…mehrErnaux pur ****
Da ich von der Literaturnobelpreisträgerin von 2022 immer nur die deutsche Übersetzung lese, kommt hier nicht so rüber, was sie geschrieben hat: ****
Ihr Erstlingswerk erschien 1974, die deutsche Ausgabe „Die leeren Schränke“ 2023 und ist für mich noch ein Desiderat. Nach anderen noch nicht übersetzten Bücher erschien 1983 das Buch „Der Platz“ über ihren Vater, (2019 übersetzt und lesenswert). Vier Jahre später schrieb sie als ihr nächstes Buch „Eine Frau“ über ihre Mutter (ebenfalls 2019 übersetzt und lesenswert). 1991 weitere vier Jahre später kommt dann „Eine Leidenschaft“ heraus, was erst 2024 neu übersetzt wurde. Innerhalb von 8 Jahre hat Ernaux drei Bücher geschrieben, die im normalen Druck nur ein dünnes Büchlein füllen könnten. ****
Dieses Buch hier „Die Besessenheit“ ist im Original von 2002 (sie hat aber in den 90ern noch mehr geschrieben), in der Übersetzung von 2025. Es ist quasi das Gegenstück zur Leidenschaft. ****
Während in der Leidenschaft die Ich-Erzählerin ihren Liebhaber vermisst, macht sich hier die Ich-Erzählerin Gedanken über die neue Frau ihres Liebhabers und das, obwohl sie ihn verlassen hat. Der Mann in den 30ern liebt eine Frau, die 47 ist. Sie hat Geld, er nicht. Klingt alles nach guten Bettgeschichten und den hatte sie wohl auch. ****
Ihre Gedanken sind plausibel, gut nachzuvollziehen und mit 68 Seiten noch etwas kürzer als die Leidenschaft. Wieder 4 Sterne und ich will hoffen, dass nach und nach der Rest übersetzt wird. ****
Zitat: Nach dem Aufwachen griff ich meist als erstes nach seinem im Schlaf erig. P**** und hielt ihn fest, als umklammerte ich einen Ast. Ich dachte, „solange ich das hier in der Hand halte, bin ich nicht verloren in der Welt“. (9)