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Was bedeutet es, gemeinsam zu sprechen - in einer Welt, die auf Einzelverträge, individuelle Leistung und persönliche Verantwortung ausgerichtet ist? Wie entsteht aus vereinzelter Ohnmacht kollektive Verhandlungsmacht? Und wie verändert sich eine Organisation, wenn sie vom Rand der Gesellschaft in deren institutionelle Mitte vorrückt? Dieses Buch folgt der Geschichte einer Idee: der organisierten Interessenvertretung durch Zusammenschluss. Es untersucht, wie sich im Laufe des 19. Jahrhunderts erste Formen solidarischer Bewegung herausbildeten, wie Sprache, Struktur und Strategie sich formten -…mehr

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Produktbeschreibung
Was bedeutet es, gemeinsam zu sprechen - in einer Welt, die auf Einzelverträge, individuelle Leistung und persönliche Verantwortung ausgerichtet ist? Wie entsteht aus vereinzelter Ohnmacht kollektive Verhandlungsmacht? Und wie verändert sich eine Organisation, wenn sie vom Rand der Gesellschaft in deren institutionelle Mitte vorrückt? Dieses Buch folgt der Geschichte einer Idee: der organisierten Interessenvertretung durch Zusammenschluss. Es untersucht, wie sich im Laufe des 19. Jahrhunderts erste Formen solidarischer Bewegung herausbildeten, wie Sprache, Struktur und Strategie sich formten - und wie sich aus spontanen Protesten langfristige Institutionen entwickelten, deren Einfluss bis heute spürbar ist. Doch mit der Institutionalisierung wächst auch die Distanz: zwischen Basis und Führung, zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Was geschieht, wenn die Repräsentanten nicht mehr in den Verhältnissen leben, aus denen sie hervorgingen? Ist der Machtgewinn der Gewerkschaft zugleich ihr Verlust an Glaubwürdigkeit? >Die Erfindung der Gewerkschaft< ist keine historische Ehrenrettung und kein ideologischer Abgesang. Es ist eine Analyse - still, genau und streckenweise unbequem. Das Buch fragt nach der symbolischen Bedeutung kollektiver Organisation, nach ihrer kulturellen Herkunft, ihrer sozialen Funktion und ihren inneren Widersprüchen. Und es lädt dazu ein, eine Institution neu zu betrachten, die wie kaum eine andere zwischen Kampf und Kompromiss, Nähe und Verwaltung, Solidarität und Struktur vermitteln muss.

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Autorenporträt
Lutz Spilker wurde am 17.2. des Jahres 1955 in Duisburg geboren. Bevor er zum Schreiben von Büchern und Dokumentationen fand, verließen bisher unzählige Kurzgeschichten, Kolumnen und Versdichtungen seine Feder. In seinen Veröffentlichungen befasst sich Lutz Spilker vorrangig mit dem menschlichen Bewusstsein und der damit verbundenen Wahrnehmung. Ihn fasziniert die Tatsache, dass zu jeder weiteren Sekunde neue Erkenntnisse existieren. »Ich liebe die Sprache: Sie vermag zu streicheln, zu liebkosen und zu Tränen zu rühren. Doch sie kann ebenso stachelig sein, wie der Dorn einer Rose und mit nur einem Hieb zerschmettern.«