Wie sehr freue ich mich jedes Mal, wenn ich endlich einer meiner liebsten Protagonistinnen wieder begegne, der Maria Konstanze Schlager, nach einem Unglücksfall in ihrer Kindheit auch „Mörder-Mitzi“ genannt!
Nun ist es tatsächlich schon der 7. Band und obwohl sich Isabella Archan jegliche Mühe
gibt, Neueinsteigern zu helfen, und man das Buch auf jeden Fall auch ohne Vorkenntnisse lesen kann, so…mehrWie sehr freue ich mich jedes Mal, wenn ich endlich einer meiner liebsten Protagonistinnen wieder begegne, der Maria Konstanze Schlager, nach einem Unglücksfall in ihrer Kindheit auch „Mörder-Mitzi“ genannt!
Nun ist es tatsächlich schon der 7. Band und obwohl sich Isabella Archan jegliche Mühe gibt, Neueinsteigern zu helfen, und man das Buch auf jeden Fall auch ohne Vorkenntnisse lesen kann, so beraubt man sich selbst doch des Vergnügens, Mitzis Entwicklung seit dem ersten Band mitzuerleben.
Mitzi plant eine Woche voller Entspannung und Meditation, ganz ohne Strom und Internet, gemeinsam mit ihrem Therapeuten Dr. Rannacher, seiner Assistentin Paulina und fünf weiteren Teilnehmern in einer romantischen Berghütte im Schnee. Zum ersten Mal ist sie völlig auf sich allein gestellt – ihre Freundin Agnes Kirschnagel, Revierinspektorin in Kufstein, ist aufgrund fehlenden Handyempfangs nur in gedanklichen Gesprächen bei ihr.
Und Mitzi braucht relativ schnell guten Rat, denn bereits bei ihrem ersten Ausflug in die nähere Umgebung der Berghütte stolpert sie über eine als Schneemann getarnte Leiche...wie soll es auch anders sein.
Zunächst beschließen der Doktor, Paulina und sie, den anderen nichts zu sagen, um keine Panik zu verursachen. Doch schon bald taucht eine zweite Leiche auf, die sich nicht verbergen lässt. Außerdem versagt der Notfall-Akku, und unter den Teilnehmern breiten sich Misstrauen und Angst aus.
Mitzi fokussiert sich durch ihre Gedankengespräche mit Agnes und durch ihre hilfsbereite und arglose Art gelingt es ihr – bald besser als ihrem Therapeuten - immer wieder, Ruhe in die Gruppe zu bringen.
Als Leser ist man derweil ständig am Miträtseln...durch einige Texteinschübe wird man auf die Gedanken der „Täterperson“ wie Mitzi es nennt, welche sich selbst als „Eisprinz“ bezeichnet, gestoßen, doch das hilft nicht wirklich weiter.
Ein klassisches Szenario wie bei Agatha Christie – einer der Anwesenden ist der Mörder. Doch das Buch ist weitaus skurriler und schwarzhumoriger als ein typischer Christie-Krimi, dazu gespickt mit österreichischem Lokalkolorit, selbst wenn es nur die verspeisten Gerichte sind, nach denen einige Hauptkapitel benannt wurden.
Am Ende wird es tatsächlich mörderisch spannend und Mitzi beweist einmal mehr ziemlichen Mut – oder ist es ihre typische, unbedachte Spontaneität?
Das Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung, denn es bleibt bis zum Schluss spannend und das Mitraten macht richtig Spaß. Bei der Bewertung schwankte ich allerdings zwischen 4 und 5 Sternen, da mir die kursiv gedruckten Gedanken von Mitzi zu Beginn jedes Kapitels, der morbide Prolog und vor allem ein anderer Punkt, den ich hier nicht näher ausführen kann, ohne zu spoilern, etwas missfallen haben.
Aber das ist Meckern auf hohem Niveau! Deshalb habe ich mich für 4,5 Sterne, aufgerundet auf 5, entschieden, denn die Reihe gehört weiterhin zu meinen Favoriten und ich warte nun ungeduldig auf ein Wiedersehen mit Mitzi.
PS: Der Epilog deutet mit ein paar beiläufigen Sätzen jedenfalls auf eine Fortsetzung der Serie hin.