Seit den 1990er Jahren gilt für literarische Texte tendenziell der Grundsatz „memory sells". Darüber hinaus spielen multimediale Formate des Erinnerns, wie sie sich im zeitgenössischen postdramatischen Drama oder im Rahmen von Graphic Novels finden, zunehmend eine wichtige Rolle. Fragen zur Diversität des Erinnerns ergeben sich zudem für die Gender Studies, die Animal Studies und die Plant Studies.
Insbesondere in Erinnerungsliteratur sind Vielschichtigkeit und Mehrdeutigkeit wichtige Merkmale, die über die Komplexität und Qualität der Texte entscheiden: Tragen die Fictions of memory den Problemen des Erinnerns Rechnung und machen transparent, dass es sich stets um narrativ bzw. medial geformte Rekonstruktionen und Interpretationen der Vergangenheit handelt, wodurch sich ein Raum für Unzuverlässigkeiten öffnet? Wird thematisiert, dass es selektive Erinnerungsversionen sind, die potentiell in Konkurrenz zu anderen stehen?
Diese und andere Fragen stellen die 17 Beiträge des Bandes anhand der Analyse vornehmlich deutschsprachiger Literatur sowie von Film- und TV-Medienformaten.
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