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Viele der gegenwärtig sehr heftig geführten Debatten sind Ausdruck einer schleichenden Werteverschiebung. Sie verändert unsere Gesellschaft grundlegend, ist uns aber kaum bewusst. Mehr und mehr scheinen wir bereit, Einschränkungen unserer individuellen Freiheit hinzunehmen, um einem gesteigerten Sinn für Verletzbarkeit gerecht zu werden. So verwandeln wir uns langsam in eine Gesellschaft von "Vulnerablen". In ihrer packenden Untersuchung macht uns Frauke Rostalski auf diesen neuen Konflikt zwischen Freiheit und Verletzlichkeit aufmerksam - und plädiert für ein offenes Gespräch: Wieviel…mehr

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Produktbeschreibung
Viele der gegenwärtig sehr heftig geführten Debatten sind Ausdruck einer schleichenden Werteverschiebung. Sie verändert unsere Gesellschaft grundlegend, ist uns aber kaum bewusst. Mehr und mehr scheinen wir bereit, Einschränkungen unserer individuellen Freiheit hinzunehmen, um einem gesteigerten Sinn für Verletzbarkeit gerecht zu werden. So verwandeln wir uns langsam in eine Gesellschaft von "Vulnerablen". In ihrer packenden Untersuchung macht uns Frauke Rostalski auf diesen neuen Konflikt zwischen Freiheit und Verletzlichkeit aufmerksam - und plädiert für ein offenes Gespräch: Wieviel Vulnerabilität möchten wir uns auf Kosten der Freiheit zugestehen? Rostalski zeigt, wie sehr Vorstellungen von Vulnerabilität bereits zu Veränderungen im Recht geführt haben - nicht nur in Fragen medizinischer Risiken wie einer Pandemie, sondern auch im Bereich der sexuellen Selbstbestimmung, der Suizidbeihilfe, des Schutzes vor Diskriminierung und des Schwangerschaftsabbruchs. Vulnerabilität ist aber nicht nur das heimliche Leitmotiv eines neuen Rechts und einer neuen Ethik. Die neue Empfindlichkeit hat auch unsere Debattenkultur eingenommen und blockiert so gesellschaftliche Aushandlungsprozesse. Frauke Rostalski fordert uns dazu auf, diese «Diskursvulnerabilität» in Schach zu halten - damit wir das dringende Gespräch über Freiheit und Verletzbarkeit auch wirklich führen können.

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Autorenporträt
Frauke Rostalski, geboren 1985, ist Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie, Wirtschaftsrecht, Medizinstrafrecht und Rechtsvergleichung an der Universität zu Köln. Seit 2020 ist sie Mitglied des deutschen Ethikrates. Zuletzt ist von ihr erschienen: "Der Tatbegriff im Strafrecht" (2019) und "Das Natürlichkeitsargument bei biotechnologischen Maßnahmen" (2019).
Rezensionen
Sachbuchbestenliste von ZEIT, ZDF und Deutschlandfunk im Mai: Die Rechtsphilosophin Frauke Rostalski zeigt konkret, wie sich das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit verschoben hat.

Ein intelligentes Plädoyer für individuelle Freiheit.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Felix Schwarz

Frauke Rostalski gleicht die Debattenkultur mit demokratischen Prozessen ab. Frauke Rostalskis warnendes Buch erscheint insofern keinen Tag zu früh.
taz, Michael Wolf

Völlig zu Recht für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert."
Deutschlandfunk Kultur, Korbinian Frenzel

Wie wird der Konflikt zwischen Vulnerabilität und Freiheit ausgehandelt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Jura-Professorin Frauke Rostalski in ihrem Buch.
WELT, Anna Schneider

Was nach außen hin als progressive Emanzipation erscheint, entpuppt sich für Rostalski nach innen allzu oft als eine Art Selbstverzwergung, die nicht nur Schaden am öffentlichen Reden und Diskutieren, sondern auch an der Demokratie hinterlässt.
DIE ZEIT, Peter Neumann

"Kluge Überlegungen zur vulnerablen Gesellschaft."
Marc Reichwein

Erklärt, warum der Schutz vulnerabler Gruppen zu einer Einschränkung der Freiheit aller führt, und eine Bedrohung für die Demokratie darstellt.
WDR 3, Morten Kansteiner

Ein Buch darüber, warum wir uns immer verletzlicher fühlen, wie sich die Rechtsprechung dadurch ändert und warum das so bedenklich ist.
ZEIT Sonderausgabe Die 100 besten Bücher des Jahres, Alexander Cammann

Der Autorin, Mitglied des Deutschen Ethikrats, gelingt eine überaus sachliche Darstellung der Entwicklung und ihrer Konsequenzen.
Spektrum der Wissenschaft, Josef König
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