Früher hieß es immer Muhammed Ali ist der Größte aber nach der Lektüre diese Buches wissen wir, dass dieser Rang allein Hans Küng gebührt. Der Schuhhändlersohn aus einer schweizer Provinz besserwissert sich durch seine Erinnerungen und bepöbelt nachträglich so ziemlich jeden, der den Dunstkreis
dieses Altgermanikers streifen mußte. Viele Weggefährten werden es bereut haben, mit Hans Küng ein…mehrFrüher hieß es immer Muhammed Ali ist der Größte aber nach der Lektüre diese Buches wissen wir, dass dieser Rang allein Hans Küng gebührt. Der Schuhhändlersohn aus einer schweizer Provinz besserwissert sich durch seine Erinnerungen und bepöbelt nachträglich so ziemlich jeden, der den Dunstkreis dieses Altgermanikers streifen mußte. Viele Weggefährten werden es bereut haben, mit Hans Küng ein vertrauliches Gespräch geführt zu haben, denn nahezu jedes angeblich gehörtes Wort wird zuungunsten von Gegnern und zugusten von Hans Küng angeführt. Zugegebenermaßen sind diese subjekten Darlegungen aus einer entscheidenden Phase der katholischen Kirche im XXten Jahrhundert gut geschriebener Gossip - aber ohne Beklemmungsgefühle ob des permanenten und unverhohlenen Selbstlobs kommt der Leser hier nicht raus. Man fragt sich wie ein solcher Mann jemals Priester werden durfte angesichts eines derart eklatanten Mangels an gesundem Selbstzweifel oder guten Willen gegenüber dem Nächsten. Sicherlich besitzt Küng eine intellektuelle Brilianz die seinesgleichen sucht, aber sein offensichtlich unguter Charakter deformiert diese derart, dass man sich auch fragen muss, ob es nicht an Masochismus grenzt, sich selbst so unvorteilhaft darzustellen. Wer einen solchen Lektor hat, braucht keinen Feind mehr. Fazit: Lesenswert aber für gut erzogene Menschen schwer verdaulich. CT