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Der Liberalismus ist in Verruf geraten. Oft wird er nur noch als Elitenattitüde wahrgenommen, als exklusive Kultur urbaner Globalisierungsgewinner. Wie konnte es so weit kommen? War der Liberalismus schon immer eine Sache arroganter, im Zweifelsfall heuchlerischer Moralisierer? Jan-Werner Müller zeigt, wie und warum sich solche Vorstellungen nach dem Ende des Kalten Krieges entgegen allen Erwartungen liberaler Triumphalisten durchsetzten. Vor allem aber formuliert er auf den Spuren der in Deutschland immer noch weitgehend unbekannten Denkerin Judith Shklar einen Liberalismus, der sich an…mehr
Der Liberalismus ist in Verruf geraten. Oft wird er nur noch als Elitenattitüde wahrgenommen, als exklusive Kultur urbaner Globalisierungsgewinner. Wie konnte es so weit kommen? War der Liberalismus schon immer eine Sache arroganter, im Zweifelsfall heuchlerischer Moralisierer?
Jan-Werner Müller zeigt, wie und warum sich solche Vorstellungen nach dem Ende des Kalten Krieges entgegen allen Erwartungen liberaler Triumphalisten durchsetzten. Vor allem aber formuliert er auf den Spuren der in Deutschland immer noch weitgehend unbekannten Denkerin Judith Shklar einen Liberalismus, der sich an der Vorstellung eines Lebens ohne Furcht und Abhängigkeiten orientiert. Damit wird es möglich, sowohl Antidiskriminierunsgpolitik als auch soziale Sicherung neu zu begründen - anstatt sie immer wieder unproduktiv gegeneinander auszuspielen.
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Autorenporträt
Jan-Werner Müller, geboren 1970, lehrt Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Princeton. Er veröffentlicht regelmäßig Artikel zum aktuellen politischen Zeitgeschehen, unter anderem in der Süddeutschen und in der Neuen Zürcher Zeitung.
Inhaltsangabe
Start: Zwischen Selbstgefälligkeit und Selbstkasteiung Einbahnstraße? Schleudertrauma Shklars Karte Die Route wird neu berechnet Schluss, nicht am Ziel Anmerkungen Danksagung
Start: Zwischen Selbstgefälligkeit und Selbstkasteiung Einbahnstraße? Schleudertrauma Shklars Karte Die Route wird neu berechnet Schluss, nicht am Ziel Anmerkungen Danksagung
Rezensionen
»Antiliberalismus, so argumentiert Müller zu Recht, führt zu Antipluralismus und Abbau von Demokratie. Auf das Recht von Menschen, Rechte zu haben, wie es Hannah Arendt formuliert hat, können wir nicht verzichten, wenn wir selbstbestimmt und frei leben wollen. Insofern weist Müllers kluges Buch über seinen Rahmen eines Plädoyers für einen anderen Liberalismus hinaus auf eine politische Theorie, die unsere gemeinsame Verantwortung für die Gesellschaft wie für den Planeten in den Mittelpunkt stellt.« Michael Wildt Der Tagesspiegel 20191211
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