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  • Format: PDF

Zwischen 1750 und 1830 vollzog sich in Frankreich ein medizinischer Paradigmenwechsel: War die Geburtshilfe bis dato in weiblicher Hand, machten sich nun männliche Ärzte und Chirurgen mit aufklärerischem Eifer an die Erschließung des schwangeren und gebärenden Frauenkörpers. Ihr Ziel war es, sich als neue wissenschaftliche Autorität in der Geburtshilfe zu etablieren - zum Nachteil der Hebammen und ihres Erfahrungswissens, die allmählich verdrängt wurden. Anhand von circa 300 Fallberichten ("observations") aus medizinischen Zeitschriften eröffnet Lucia Aschauer neue Perspektiven auf die…mehr

  • Geräte: PC
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  • eBook Hilfe
  • Größe: 10.55MB
  • FamilySharing(5)
Produktbeschreibung
Zwischen 1750 und 1830 vollzog sich in Frankreich ein medizinischer Paradigmenwechsel: War die Geburtshilfe bis dato in weiblicher Hand, machten sich nun männliche Ärzte und Chirurgen mit aufklärerischem Eifer an die Erschließung des schwangeren und gebärenden Frauenkörpers. Ihr Ziel war es, sich als neue wissenschaftliche Autorität in der Geburtshilfe zu etablieren - zum Nachteil der Hebammen und ihres Erfahrungswissens, die allmählich verdrängt wurden. Anhand von circa 300 Fallberichten ("observations") aus medizinischen Zeitschriften eröffnet Lucia Aschauer neue Perspektiven auf die Geschichte von Schwangerschaft und Geburt und legt die Entstehungsbedingungen einer bis heute fortwirkenden geburtshilflichen Wissensordnung offen.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

Autorenporträt
Lucia Aschauer promovierte an der Universität Bochum; sie arbeitet derzeit an der École des hautes études en sciences sociales (EHESS) und am Centre interdisciplinaire d'études et de recherches sur l'Allemagne (CIERA) in Paris.
Rezensionen
»Das Buch überzeugt durch seine kluge Analyse der Texte.« Jürgen Schlumbohm, H-Soz-Kult, 27.04.2021 »Lucia Aschauer [liefert] mit ihrer Studie nicht nur einen fundierten Überblick über die bestehenden Ansätze auf dem stetig wachsenden Feld der Fallgeschichtsforschung, sondern bereichert dieselbe mit einem innovativen und akribisch recherchierten Beitrag. Mit ihrer Analyse der Narratologie des (geburtshilflichen) Falls wendet sich die Historikerin einer neuen, durchaus erkenntnisreichen Facette der historischen Fallgeschichtsforschung zu, die nicht nur im spezifischen Kontext der Geburtshilfe wertvolleImpulse liefert, sondernauch darüber hinausAnwendungin der Wissenschafts-, Kultur- und Medizingeschichte finden sollte.« Marina Hilber, Zeitschrift für historische Forschung, 48 (2021) 1 »Atemberaubend gut!« Eva Hallama, WeiberDiwan, 25.07.2022