Geschickt und mit einem Hauch von Perfidie spiegelt der Autor die splitternden Varianten von Glück - die beiden schreiben, unabhängig voneinander, Tagebuch. Da spleißt sich im nächtlichen Notat gemeinsam Erlebtes auf in getrennt Erfahrenes - ein Abendessen mit Freunden, eine Paris-Reise, die gemeinsam gehörte CD von Thomas Manns «Wälsungenblut»: was er lustig findet, ist in ihrer Erinnerung peinlich, was ihr großartig erscheint, ist ihm gar politisch verdächtig. Es ist, als liefen zwei Tonspuren zu einem Film.
Sie lieben einander dennoch.
Auch noch, als ein anderer Mann auftaucht. Der Roman bekommt durch diesen Dritten, durch das immer magnetischer werdende «magische Dreieck», in dem sich die Beteiligten finden, Spannung. Höhepunkt wird eine Venedig-Reise Myriams mit diesem Berliner Arzt; durch ihn, der als Kind den gelben Stern trug, erfährt sie Oliver neu und nah. Verrat, der keiner ist.
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