„Katzentage“ von Ewald Arenz, einem meiner Lieblingsautoren, ist ein schmaler, nur knapp 130 Seiten umfassender Roman. Wir begleiten die Ärztin Paula und den Juristen Peter, die in der gleichen Hamburger Klinik arbeiten, sich auf einer gemeinsamen Tagung nähergekommen sind, und nun aufgrund eines
Bahnstreiks für ein paar Tage in Würzburg stranden. Die beiden nutzen die geschenkte freie Zeit, um zu…mehr„Katzentage“ von Ewald Arenz, einem meiner Lieblingsautoren, ist ein schmaler, nur knapp 130 Seiten umfassender Roman. Wir begleiten die Ärztin Paula und den Juristen Peter, die in der gleichen Hamburger Klinik arbeiten, sich auf einer gemeinsamen Tagung nähergekommen sind, und nun aufgrund eines Bahnstreiks für ein paar Tage in Würzburg stranden. Die beiden nutzen die geschenkte freie Zeit, um zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch die Stadt, die Weinberge oder die ländliche Umgebung um Würzburg zu streifen. Sie necken sich, kommen sich näher und entfernen sich auch wieder voneinander. Obwohl sie sich sehr mögen und zueinander hingezogen fühlen, bleiben sie auch im Unverbindlichen, da beide keine positiven Beziehungserfahrungen haben und davon ausgehen, dass auch jede weitere Beziehung scheitern wird. Dennoch möchte vor allem Peter wissen, wie es bei der Rückkehr nach Hamburg mit ihnen weitergeht. Paula möchte eher im Augenblick verweilen und das genießen, was jetzt gerade ist. Das wird auch von einer Katze widergespiegelt, denen die beiden begegnen und die ihnen dann immer zutraulich werdend folgt, indem sie einfach mit dem mitfließt, was gerade ist.
Sprachlich ist das Buch einfach ein Genuss. Man hat das Gefühl, selbst durch die herbstliche Landschaft um Würzburg zu streifen, den Wein zu schmecken, das glitzernde Band des Mains zu sehen und das Gefühl zu haben, dass einem eine Katze um die Beine schleicht.