Im Südwesten nichts Neues
Über den Winterkönig Friedrich V. ist alles bekannt. Weichen wir also, wie dieser Tagungsband, auf seine Kinder aus. Doch, o weh, mit Graus lese ich, dass viele Autoren wie Asch, Roth, Pfeiffer und Rebitsch ihr Thema erst einordnen müssen, so dass für die Neuheit nicht
mehr Platz als auf einer Postkarte bleibt.
Mit der Einleitung hat man also fast das ganze Buch…mehrIm Südwesten nichts Neues
Über den Winterkönig Friedrich V. ist alles bekannt. Weichen wir also, wie dieser Tagungsband, auf seine Kinder aus. Doch, o weh, mit Graus lese ich, dass viele Autoren wie Asch, Roth, Pfeiffer und Rebitsch ihr Thema erst einordnen müssen, so dass für die Neuheit nicht mehr Platz als auf einer Postkarte bleibt.
Mit der Einleitung hat man also fast das ganze Buch gelesen, wenn nicht Richter noch über die Darstellungen der Exilfamilie in der Kunst geschrieben hätte. Oder will man die Geschichte über die Militärkarriere der Brüder Karl Ludwigs als Neuheut betiteln?
Da lob ich mir die Leistungssteigerung des Buches ab Seite 132. Über Prinz Eduard wird tatsächlich ausführlich berichtet, der aber nicht in die Falle einer katholischen Ehe gelockt wurde. Auch die Sehnsuchtsorte von Sophie werden klug geschildert. Fürstbischofssitz Bad Iburg, Stadtschloss Osnabrück und Herrenhausen wären die kurze Antwort.
Das fiktive Gespräch zwischen Friedrich V. und Karl Ludwig gibt eine Interpretation aus dem 18. Jahrhundert wider.
Ich habe in diesem Buch viele Quellen gefunden, insbesondere auch über kontrafaktische Geschichte. Das Buch selbst lohnt sich aber kaum, da ich fast alles schon kannte. 2 Sterne