Ein starker Gegenwartsroman und eine Kritik am Möglichen
Von Nathan Devers hatte ich noch nichts gelesen und die Internetwelt ist auch nicht meine Welt und dennoch fühlte ich mich allein vom Cover und vom Klappentext dieses Romans angesprochen. Meine Lektüre habe ich nicht bereut.
Eigentlich
beginnt alles völlig harmlos, wer hat nicht schon mal eine Runde irgendeines Spieles im Internet…mehrEin starker Gegenwartsroman und eine Kritik am Möglichen
Von Nathan Devers hatte ich noch nichts gelesen und die Internetwelt ist auch nicht meine Welt und dennoch fühlte ich mich allein vom Cover und vom Klappentext dieses Romans angesprochen. Meine Lektüre habe ich nicht bereut.
Eigentlich beginnt alles völlig harmlos, wer hat nicht schon mal eine Runde irgendeines Spieles im Internet mitgespielt? Aber der erste Klick unseres Helden Julien Libérat führt ihn in eine Welt, in der er scheinbar alle Niederlagen und Enttäuschungen unserer Welt entfliehen kann. Er darf sich einen neuen Namen geben, er wird unter einer neuen Identität in dieser neuen Antiwelt gut leben können.
Während ich noch staune was bereits alles mit der KI möglich ist oder schon in Kürze alles machbar sein wird, verfolge ich wie gebannt wie aus Julien Libérat immer mehr Vangel wird und wie er als Vangel plötzlich eine große Karriere startet und weltweit millionenfach Klicks bekommt. Er verdient durch sein Tun in der Antiwelt inzwischen sogar so viel Geld, dass er seine Arbeit kündigt und sich in seiner Wohnung immer mehr vergräbt.
Und während ich noch staunend weiterverfolge wie Julien immer mehr mit Vangel zu einer Person verschmilzt, und was alles möglich ist, steigt die Spannung im Roman und ich hoffe sehr, dass wir Menschen uns doch mehr für unsere reale Welt engagieren und nicht irgendwelchen fremden Welten hinterherlaufen.