Statt 22,90 €**
9,49 €
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)

inkl. MwSt. und vom Verlag festgesetzt.
Sofort per Download lieferbar
payback
0 °P sammeln
  • Format: ePub

Leyla - Eine fesselnde Familiensaga aus dem Herzen des Orients
In einer anatolischen Kleinstadt der fünfziger Jahre wächst Leyla als jüngstes von fünf Geschwistern auf. Im engen Kreis der Familie und Nachbarschaft hegt sie einen großen Wunsch: dieser Welt zu entkommen. Feridun Zaimoglu wendet den Blick zurück auf das Land seiner Eltern - ein Land, erstarrt im Kalten Krieg, in dem ein strenger Glaube den Alltag durchdringt, die Familien dem Vater unterstehen und den Frauen ein bescheidener Platz zugewiesen ist. Doch all das gerät ins Wanken.
Leyla erzählt von ihrem Alltag, den
…mehr

  • Geräte: eReader
  • ohne Kopierschutz
  • eBook Hilfe
  • Größe: 3.19MB
  • FamilySharing(5)
Produktbeschreibung
Leyla - Eine fesselnde Familiensaga aus dem Herzen des Orients

In einer anatolischen Kleinstadt der fünfziger Jahre wächst Leyla als jüngstes von fünf Geschwistern auf. Im engen Kreis der Familie und Nachbarschaft hegt sie einen großen Wunsch: dieser Welt zu entkommen. Feridun Zaimoglu wendet den Blick zurück auf das Land seiner Eltern - ein Land, erstarrt im Kalten Krieg, in dem ein strenger Glaube den Alltag durchdringt, die Familien dem Vater unterstehen und den Frauen ein bescheidener Platz zugewiesen ist. Doch all das gerät ins Wanken.

Leyla erzählt von ihrem Alltag, den Vormittagen in der Schule, den Nachmittagen im Kreise der Schwestern, die an ihrer Mitgift sticken, und dem Leben in der von Armut geprägten Kleinstadt. Ihr Vater verliert seine Anstellung als Bahnbeamter und schlägt sich mit zweifelhaften Geschäften durch. Die Brüder rebellieren gegen ihn, die Schwestern warten auf einen Ehemann und hoffen auf die große Liebe. Leyla erobert sich kleine Freiheiten, die sie wieder verliert, als sie zur Frau wird. Und sie stößt auf ein dunkles Familiengeheimnis.

Erst der Umzug nach Istanbul eröffnet neue Möglichkeiten: Leyla verliebt sich, doch für die Liebe gibt es keine Zukunft in der Türkei. Mit epischer Kraft und einer sinnenfrohen, farbenprächtigen Sprache erzählt Feridun Zaimoglu vom Erwachsenwerden eines Mädchens, dem Zerfall einer Familie und einer fremden Welt, aus der viele als Gastarbeiter nach Deutschland aufbrachen.


Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, CY, D, DK, EW, E, FIN, F, GR, IRL, I, L, M, NL, P, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

Autorenporträt
Feridun Zaimoglu, geboren 1964, lebt seit seinem sechsten Lebensmonat in Deutschland. Er studierte Kunst und Medizin in Kiel, wo er seitdem als Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramatiker arbeitet. Für sein Schreiben wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Walter Kempowski Preis 2025. Nach »Leyla«, »Liebesbrand«, »Siebentürmeviertel«, »Evangelio«, »Die Geschichte der Frau« und »Bewältigung« erschien zuletzt sein Roman »Sohn ohne Vater«.

Rezensionen
Im Aufmacher der Buchmessenbeilage feiert Rezensent Hubert Spiegel Feridun Zaimoglus neuen Roman so "beklemmenden" wie "zärtlichen Einblick" in die fremde Migrantenwelt. Mit dem fünfhundert-Seiten-Werk sei es dem Autor außerdem überzeugend gelungen, aus der Schublade des "educated Kanakster" in die Riege der "ernstzunehmenden deutschen Schriftsteller" zu wechseln. Für Spiegel zeigt sich mit diesem Roman, dass die Kunst des virtuosen Stimmenimitators Zaimoglu vor allem eine der Einfühlung ist. Ebenso akribisch wie liebevoll beschreibe er die Lebenswelt der ersten türkischen Migranten, die in den sechziger und siebziger Jahren aus anatolischen Dörfern als Gastarbeiter nach Deutschland kamen. Erzählt werde aus der Perspektive eines Mädchens, das als Tochter eines gewalttätigen Machos aufwachse und dann als frisch verheiratete junge Frau nach Deutschland emigriere. Spiegel ist fasziniert von all den fremden Gerüchen, Sehnsüchten und Stimmungen, die ihn aus dem Roman anwehen, schockiert von der Brutalität, die vor allem das Leben der Frauen beherrscht. Bewegt und verwundert hört er besonders den Gesprächen "zwölfjähriger türkischer Mädchen" zu, mit deren Hilfe Zaimoglu den Leser in die Lebens- und Gefühlswelt Ostanatoliens der fünfziger und sechziger Jahre versetze. Spiegel mag auch den "gelegentlich gezielt ins Archaische spielenden Tonfall" der Protagonistin Leyla, selbst wenn er ihn "nicht durchgehend variabel" gehandhabt findet.

© Perlentaucher Medien GmbH
…mehr