Emily freut sich eigentlich auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Und noch mehr, als eine Nachricht aus dem Königshaus mitteilt, dass das Königspaar für ein paar Tage auf ihrer Reise in Higher Barton Station machen möchte. Es ist viel vorzubereiten, als die Dienerschaft der Majestäten vorab
eintrifft, um alles zu regeln. Aber dann zieht das Unglück in Higher Barton ein. Onkel Alwyn bricht sich bei…mehrEmily freut sich eigentlich auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Und noch mehr, als eine Nachricht aus dem Königshaus mitteilt, dass das Königspaar für ein paar Tage auf ihrer Reise in Higher Barton Station machen möchte. Es ist viel vorzubereiten, als die Dienerschaft der Majestäten vorab eintrifft, um alles zu regeln. Aber dann zieht das Unglück in Higher Barton ein. Onkel Alwyn bricht sich bei einem Treppensturz das Bein und kurz darauf liegt ein Toter in der Badewanne. Die Hoheiten lassen sich jedoch nicht davon abhalten, den Besuch weiter zu planen und so hat Emily nicht nur alle Hände voll damit zu tun, alles königlich zu gestalten, sondern auch, ihrem Verdacht nachzugehen, dass es sich bei dem Toten in der Badewanne nicht um einen Unfall handelt, sondern um Mord. Wie gut, dass ihr der Vikar Cranleigh wieder hilfreich zur Seite steht.
Mittlerweile ist mir die robuste Emily sehr ans Herz gewachsen. Ihr Mut, ihr Wille und ihre für manche unverschämt wirkenden Eigenarten sind einfach herzlich und ehrlich. Und so macht sie sich natürlich nicht nur wieder den Unwillen des Polizisten zu eigen, sondern diesmal auch den von Onkel Alwyn, der so sehr unter Spannung steht, weil das Königshaus seinen Besuch angekündigt hat und nun auch noch ein Toter im Haus liegt.
Es kommt alles auf einmal und diesmal hatte ich echt das Gefühl, dass es alle auf Emily abgesehen hatten. Ihr Onkel Alwyn, der sie mehrmals angeht, ihre Mutter Henriette, die früher als erwartet zu Besuch kommt und alles auf den Kopf stellt. Ihre Freundin Lucy, die sie ghostet und dann auch noch der Vikar, der zwar am Ende des zweiten Buches zu einem guten Freund wurde, nun aber wieder zehn Schritte zurückgeht und alles auf Anfang setzt.
Dass Emily mit dem allem so gut zurechtkommt, hat mich gewundert. Aber es gibt auch kleine Momente, in denen sie aufgeben will. Aber ihre Entschlossenheit ist sehr groß.
Natürlich lässt sie es sich nicht nehmen, selbst zu ermitteln und die Polizei erst einmal außen vorzulassen. Schließlich scheint der Tote in der Badewanne ja durch einen Unfall verstorben zu sein. Aber Emily ist sich da nicht sicher. Denn wer nimmt schon einen Toaster mit in die Badewanne? Also ermittelt sie und kommt dabei mehreren Geheimnissen auf die Spur.
Wie der Titel des Buches ja schon ahnen lässt, geht es in die Vergangenheit. Also scheint es ja irgendwelche Verbindungen zu geben und Emily versucht, diese zu ziehen. Dabei stößt sie jedoch auf etwas Unerwartetes und ist maximal verwirrt. Ebenso der Leser.
Nur langsam werden die Puzzleteilchen zusammengelegt und es ergibt sich das komplette Bild.
Die „Beziehung“ zwischen Emily und dem Vikar spitzt sich zu, in dem sich eben so gar nichts tut. Hatte man am Ende des zweiten Bandes den Verdacht, dass sich nun endlich mal was ergeben würde, ist es der Vikar, der einen Rückzieher macht. Aber – so seine Aussage – aus Rücksicht auf Emily. Denn seine Vergangenheit wird uns leider nicht enthüllt. Dabei sitzen wir hier doch auf glühenden Kohlen und wollen endlich wissen, was denn bei ihm so los war und warum er deswegen nicht eine Beziehung mit Emily eingehen kann.
Emily ist aber souverän wie immer und schiebt das Kapital „Vikar“ auf Eis. Bis zur nächsten süßen Versuchung, denke ich.
Meggies Fussnote:
Ein spannender Fall, der tief in die Vergangenheit blicken lässt.