Hölderlin verlässt den frühromantischen Diskurs und eröffnet seiner Dichtung einen grundlegend neuen Horizont. Ohne Christus, den "Sohn", vermittelt die Madonna als zentrale "Mythe" die Liebe als wesentliche Botschaft der "alten" an die "neue" Religion, die jetzt eine poetische ist. Das Gedicht kann deshalb als eine "Poetik der Liebe" bezeichnet werden.
In Abkehr von antiken Kunstregeln und dank der Hinwendung zum "Eigenen" in Bildlichkeit, Form und Sprache wäre der Weg offen gewesen für eine populärere und damit wirksamere Lyrik. Sie sollte sich einfügen in einen auf Langfristigkeit gestellten Bildungsprozess, dessen Ziel es ist, die in der "terreur" verratenen Ideale der Revolution im "Glauben", in der "Liebe" und in der "Hoffnung" in gesellschaftliche Realität zu überführen.
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