Ich koche und esse zwar weder ausschließlich vegetarisch oder vegan, habe aber seit geraumer Zeit den Konsum von tierischen Lebensmitteln stark reduziert. Damit aber die Abwechslung auf dem Teller dennoch gegeben ist, bin ich immer wieder auf der Suche nach innovativen Rezepten, die auf
Ersatzprodukte verzichten und dafür das, was die Natur zu bieten hat, zum Mittelpunkt der Gerichte machen. Das…mehrIch koche und esse zwar weder ausschließlich vegetarisch oder vegan, habe aber seit geraumer Zeit den Konsum von tierischen Lebensmitteln stark reduziert. Damit aber die Abwechslung auf dem Teller dennoch gegeben ist, bin ich immer wieder auf der Suche nach innovativen Rezepten, die auf Ersatzprodukte verzichten und dafür das, was die Natur zu bieten hat, zum Mittelpunkt der Gerichte machen. Das verspricht Julius Fiedlers Kochbuch „Natürlich vegan“, das Kochbuch, das in Großbritannien die Bestsellerlisten gerockt hat, bevor es bei uns erschienen ist. Das wundert mich nicht, ist in den englischen Städten das Angebot an Läden, in denen die verwendeten Zutaten erhältlich sind, wesentlich größer als bei uns. Ich freue mich ja schon über unsere kleinstädtischen türkischen und italienischen Supermärkte.
„Köstliche & ursprüngliche plantbased Rezepte aus aller Welt“, so der Untertitel. Das weckt große Erwartungen, was sowohl das Herkunftsspektrum als auch die verwendeten Zutaten angeht. Schaut man sich die Rezepte nun genauer an, fällt schon bei dem Vorspeisen-Kapitel die Vielzahl der Gerichte aus dem indisch-asiatischen Raum auf. Prinzipiell wäre das kein Problem, wenn man denn auch im außerstädtischen Bereich Zugriff auf die verwendeten Gewürze hätte. Ayurvedische Mischungen oder die diversen Masala-Varianten sind zumindest bei uns weder im Bio-Laden noch im Supermarkt oder Reformhaus nicht im Angebot. Leider zieht sich dieses Problem, auch was die „normalen“ Zutaten angeht, durch die nachfolgenden Kapitel (Hülsenfrüchte / Getreide / Ganze Mahlzeiten / Gemüse / Dips & Chutneys / Süßes). Lediglich die Rezepte mit Linsen, Bohnen & Co sowie die südeuropäisch geprägten Mahlzeiten sind überwiegend problemlos zu realisieren. Allerdings findet man diese Rezepte aber auch in den entsprechenden vegetarischen/veganen Themen- und Länderkochbüchern. Offenbar ist dem Autor diese Problematik bewusst, denn Julius Fiedler gibt bei den „exotischen“ Zutaten sehr oft auch Alternativen an, aber wenn ich koche, ist mir normalerweise der authentische Geschmack der Gerichte wichtig.
Also gibt es von mir nur eine Empfehlung mit Einschränkung.