Eigenwillig übersinnlicher Genre-Mix
INHALT
Nach dem Tod seiner Schwester und einem anschließenden Aufenthalt in einer Spezialklinik reist Architekt Tate nach Cape Cod, um seinem Freund Oscar beim Entwurf eines Hauses zu helfen. Er quartiert sich als einziger Gast in einem ehemaligen Bed &
Breakfast ein, dessen Besitzerin Wren ihm sofort sympathisch ist. Obwohl er sich bislang keine…mehrEigenwillig übersinnlicher Genre-Mix
INHALT
Nach dem Tod seiner Schwester und einem anschließenden Aufenthalt in einer Spezialklinik reist Architekt Tate nach Cape Cod, um seinem Freund Oscar beim Entwurf eines Hauses zu helfen. Er quartiert sich als einziger Gast in einem ehemaligen Bed & Breakfast ein, dessen Besitzerin Wren ihm sofort sympathisch ist. Obwohl er sich bislang keine ernsthaften Gedanken um die große Liebe gemacht hat – sehr zum Leidwesen seiner übersinnlich begabten Schwester –, entwickelt sich zwischen ihm und Wren rasch eine tiefe Verbindung. Doch Seltsames geht in dem alten Haus vor und als Wrens Vergangenheit sie einholt, gerät auch Tate in Gefahr …
MEINUNG (ACHTUNG: SPOILER!!)
Ich habe bisher nur wenige Romane von Nicholas Sparks gelesen – seine Geschichten haben mich emotional meist nicht erreicht. Die Zusammenarbeit mit M. Night Shyamalan hat jedoch meine Neugier geweckt, leider konnte mich aber auch „Remain“ nicht überzeugen. Der eigenwillige Genre-Mix aus Suspense, Horror, Krimi und Romanze kratzt an vielem, vertieft aber nichts. Die Handlung bleibt oberflächlich und vorhersehbar, ebenso wie die Figuren, und Tates Verhalten wirkt auf mich schlicht unglaubwürdig. ***SPOILER*** Er, der bodenständige Architekt, der die übersinnlichen Neigungen seiner Schwester stets belächelt hat, begegnet einem Geist, ist kurz etwas erstaunt und denkt sich dann: „Hey du fesche Gespenster-Lady – wie wär’s denn mit uns beiden?“ Und weil’s gerade so gut läuft, wird er auch gleich zum Hobbydetektiv, der „aufs Geratewohl“ (scheinbar das Lieblingswort des Romans) mit Verdächtigungen um sich wirft … eh klar! ***SPOILERENDE***
Alles, was bleibt, ist die Neugier, wie Shyamalan „Remain“ als Film umsetzen wird – die Vibes aus „The Sixth Sense“ wären zumindest zu spüren …
FAZIT
Der bereits erwähnte Genre-Mix ist möglicherweise nicht nur für Sparks-Neulinge, sondern auch für hartgesottene Fans gewöhnungsbedürftig. Wer auf eine tiefgründige, herzzerreißende Liebesgeschichte hofft, wird vermutlich enttäuscht. Wer hingegen keine allzu hohen Erwartungen hat und einfach ein paar unterhaltsame, stellenweise spannende Lesestunden sucht, könnte mit „Remain“ dennoch auf seine Kosten kommen.