Ines Geipel hat sich in diesem Buch mit einem schwierigen und spröden Thema auseinandergesetzt: Der Aufarbeitung der verbrecherischen und menschenfeindlichen Aktivitäten der DDR. Sei es durch Tier- oder Menschenversuche, die zu Ruhm und Ehre des Staates beitragen sollten oder sei deswegen, um dem
Westen eins auszuwischen.
Die Autorin, Jahrgang 1960, war in ihrer Jugend selbst Sportlerin und…mehrInes Geipel hat sich in diesem Buch mit einem schwierigen und spröden Thema auseinandergesetzt: Der Aufarbeitung der verbrecherischen und menschenfeindlichen Aktivitäten der DDR. Sei es durch Tier- oder Menschenversuche, die zu Ruhm und Ehre des Staates beitragen sollten oder sei deswegen, um dem Westen eins auszuwischen.
Die Autorin, Jahrgang 1960, war in ihrer Jugend selbst Sportlerin und kann aus eigenem Erleben berichten.
Wir Leser begleiten Ines Geipel durch die Archive der Stasi, lesen mit Erstaunen, wie sie vom Hundersten ins Tausendste kommt, dass zahlreiche Kubikmeter Akten vernichtet worden sind und trotzdem Beweise der staatlichen Skrupellosigkeiten zu finden sind.
„Aufarbeitung ist fragil. Es geht vor und zurück. Mitunter fängt man auch wieder bei minus Null an.“
Meine Meinung:
Dieses Buch ist keine leichte Kost. Manchmal vermisse ich einen roten Faden, vermutlich deswegen, weil ich als Österreicherin zu wenig Einblick in die Machenschaften der DDR habe. Als Kind und Jugendliche habe ich mich immer nur gewundert, wenn Sportler aus der DDR Wettbewerbe bei EM, WM oder Olympischen Spielen gewonnen haben. Viele von ihnen kamen aus Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) und manche sahen einander so ähnlich, dass ich vermutet habe, dass sie dort „gezüchtet“ worden sind. Nun ja, heute weiß ich es besser.
Ines Geipels Schreibstil ist dem Thema angepasst eher spröde. Die Dramatik dieses Buches fesselt.
„Die alte Ohnmacht der Opfer und die alte Macht der Täter, die sich im Hier und Jetzt ein zweites Mal gegenüberstanden.“
Fazit:
Ein wichtiges Buch, das gelesen werden sollte. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.