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Nicht nur Die Baugrube , auch das zweite Hauptwerk Andrej Platonows, der Roman Tschewengur , durfte in der Sowjetunion nicht erscheinen. Er habe nichts anderes versucht, als den Anfang der kommunistischen Gesellschaft darzustellen, schreibt der Autor an den mächtigen Maxim Gorki. Das Buch, so die Antwort, sei inakzeptabel, denn die Helden würden nicht als Revolutionäre, sondern als komische Käuze und Halbverrückte wahrgenommen.
Don Quijote und Sancho Pansa durchstreifen die Steppe Südrusslands: Sascha Dwanow hat als Heizer an den Kämpfen der Roten Armee gegen die Weißen teilgenommen.
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Produktbeschreibung
Nicht nur Die Baugrube, auch das zweite Hauptwerk Andrej Platonows, der Roman Tschewengur, durfte in der Sowjetunion nicht erscheinen. Er habe nichts anderes versucht, als den Anfang der kommunistischen Gesellschaft darzustellen, schreibt der Autor an den mächtigen Maxim Gorki. Das Buch, so die Antwort, sei inakzeptabel, denn die Helden würden nicht als Revolutionäre, sondern als komische Käuze und Halbverrückte wahrgenommen.

Don Quijote und Sancho Pansa durchstreifen die Steppe Südrusslands: Sascha Dwanow hat als Heizer an den Kämpfen der Roten Armee gegen die Weißen teilgenommen. Kopjonkin ist auf dem Ross »Proletarische Kraft« unterwegs, auf der Suche nach dem Grab Rosa Luxemburgs, in deren Namen er Heldentaten begehen will. Soll das, was ihnen unterwegs begegnet, die Verwirklichung der sozialistischen Idee sein? Erst nach der Trennung von Kopjonkin kommt Sascha auf die richtige Spur. In der Steppenstadt Tschewengur soll der Kommunismus bereits angebrochen sein.

Wie elf Bolschewiki und ihr Führer dort die Bourgeoisie vernichten und mit der bettelarmen Bevölkerung das Paradies aufbauen, wird als Geschichte eines gigantischen Scheiterns erzählt. Melancholie und Dunkelheit liegen über der Natur und der Stadt: »In die Tiefe der angebrochenen Nacht gingen ein paar Menschen aus dem Kommunismus ins Ungewisse.«


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Autorenporträt
Andrej Platonow, 1899 in Woronesch geboren, begann mit 14 Jahren zu arbeiten, absolvierte später das Eisenbahnertechnikum und war in den 20er Jahren als Ingenieur für Bewässerungstechnik und Elektrifizierung tätig. Seit 1918 publizierte er Lyrik, Erzählungen und journalistische Arbeiten. Seine Hauptwerke, Tschewengur (1926) und Die Baugrube (1930), konnten nicht erscheinen. Platonow starb 1951. Erst in den 80er Jahren setzte seine Wiederentdeckung ein.

Ingo Schulze, geboren 1962 in Dresden, lebt in Berlin. Zuletzt erhielt er für Handy - Dreizehn Geschichten in alter Manier den »Preis der Leipziger Buchmesse« 2007. Dzevad Karahasan, 1953 in Duvno/Jugoslawien geboren, zählte zu den bedeutendsten europäischen Autoren der Gegenwart. Sein umfangreiches Werk umfasst Romane, Essays, Erzählungen und Theaterstücke. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung 2004 und mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt 2020. Dzevad Karahasan verstarb am 19. Mai 2023 im Alter von 70 Jahren in Graz.
Rezensionen

buecher-magazin.de - Rezension
buecher-magazin.de

Erst sechs Jahrzehnte nach Niederschrift konnte Andrej Platonows Hauptwerk "Tschewengur" 1988 im russischen Original erscheinen. Ende der Zwanzigerjahre war der Roman viel zu dunkelpoetisch, zu phantastologisch-anarchistisch, um die sowjetische Zensur zu passieren. Und noch wenn man ihn heute liest, fällt es schwer zu glauben, dass sein Autor mehrfach um Aufnahme in die kommunistische Partei ersuchte (was ebenso oft abgelehnt wurde), so wenig fortschrittsgläubig ist das Menschen- und Weltbild, das sich darin mitteilt. Allerdings gibt es in Tschewengur, einer Kleinstadt irgendwo in der mittelrussischen Steppe, bereits den Kommunismus. Das jedenfalls verkünden stolz seine Bewohner. Elf an der Zahl sind es zu Beginn, nachdem die bourgeoisen Elemente der Stadt getötet wurden. Deren Besitz wird gemeinschaftlich verbraucht, die Häuser und Gärten gemeinschaftlich umgesetzt, um alte Strukturen aufzulösen. Ansonsten wird nicht gearbeitet, nur die Sonne ist unermüdlich tätig… In einer einzigartigen Mischung aus absurden Dialogen, surrealistischen Szenen und einer in sich selbst versponnenen, kaum vorwärtsschreitenden Anti-Handlung entsteht ein insgesamt hoch allegorisch gestimmtes Bild einer unbedarften, verlorenen Menschheit, die vergebens auf das Ende der Geschichte hofft.

© BÜCHERmagazin, Katharina Granzin (kgr)
»Die poetische Eindringlichkeit, mit der Platonow seine surrealistische Vision entwickelt, ist [...] Beleg einer großen Ernsthaftigkeit, einer tiefen, echten Sehnsucht, die völlig konträr zur Aura des Absurden steht, von der viele Geschehnisse und die meisten Dialoge dieses Romans gekennzeichnet sind.« Katharina Granzin taz. die tageszeitung 20180714