Ein behütetes Mädchen gerät an eine etwas überdrehte Clique – sehr kinky, ziemlich abgedreht und nicht immer ganz einfach zu verstehen
Diese Dilogie spinnt die Geschichte von Danielle, der besten Freundin von Flores aus der Black-Reihe weiter – ist aber bestimmt auch ohne Vorkenntnisse lesbar.
Sie und ihr Vater haben ihre Mutter beim Fremdgehen erwischt. Traumatisiert fliehen die beiden nach…mehrEin behütetes Mädchen gerät an eine etwas überdrehte Clique – sehr kinky, ziemlich abgedreht und nicht immer ganz einfach zu verstehen
Diese Dilogie spinnt die Geschichte von Danielle, der besten Freundin von Flores aus der Black-Reihe weiter – ist aber bestimmt auch ohne Vorkenntnisse lesbar.
Sie und ihr Vater haben ihre Mutter beim Fremdgehen erwischt. Traumatisiert fliehen die beiden nach London zur Schwester ihres Vaters. Hier ergeht es ihr aber mies, weil sie von ihrem Cousin und seiner Clique wie Dreck behandelt wird.
Es stehen ein paar Familiengeheimnisse zur Lüftung an: Was steht zwischen Danielles Vater und ihrem Cousin? Warum ist Danielles Vater irgendwann einfach aus London verschwunden? Welches Trauma hat Robbie, Danielles Cousin, erlitten? Und was treibt er da eigentlich im Auftrag von Ash? Und welches Päckchen trägt Danielle mit sich herum? Es ist von inneren Dämonen die Rede, aber woher kommen sie und wie äußern sie sich genau?
Das Buch entwirft eine hyperstilisierte Realität, die an die exzessive Bildsprache moderner Arthouse-Filme erinnert, im Stil von Baz Luhrmann oder Almodóvar. Glaubwürdigkeit steht dabei nicht so sehr im Mittelpunkt: Wir haben hier einen übermächtigen Paten, der alles weiß, alles beherrscht und allen immer mehrere Schritte voraus ist. Das perverse Zwillingspärchen, das mit Live-Sex auf der Bühne als Inzest-Show sein Geld verdient und ziemliche kinky Vorlieben an den Tag legt. Jordan als der Ritter in schillernder Rüstung passt kaum rein in die Runde und dann ist da Danielles Cousin, Robbie, der gewalttätige Alkoholiker. Auch manche Nebenfiguren sind sehr schillernd. – Und in diesem Setting bewegt sich ein Mädchen, dass noch gar keine sexuelle Erfahrung hat und will mitmischen? Das erinnert wirklich ein wenig an „Alice im Wunderland“.
Spannend ist auf jeden Fall die Frage, wer von den Beteiligten nun ihr Happy End sein wird. Das ist hier nicht so klar, wie in anderen Geschichten und macht es spannend.
Womit man auch in diesem Buch wieder leben können muss, ähnlich wie in der Black-Reihe, sind Wortspiele, die sich manchmal nicht erschließen oder kryptische Beschreibungen von Schlüsselszenen, so dass man es nicht richtig nachvollziehen kann, was da gerade passiert.
Außerdem werden Handlungsstränge immer wieder unterbrochen und anders fortgeführt, was zwar einerseits den Kontrollverlust sehr gut spürbar und das Buch sehr rauschhaft macht, andererseits aber auch etwas anstrengend ist.
Das Buch ist jedoch spannend und macht neugierig auf die Backstories der Figuren.
________________________________________
Kategorisierung
Achtung: Die folgende Kategorisierung enthält Spoiler!
📚 Romance-Sub-Genre: Contemporary, Dark,
👥 Altersgruppe der Hauptfiguren: Young Adult, New Adult
➿ Plot-Trope: Afraid to commit, Age gap, Best friends sibling, Break up to save him / her, Bully, Damsel in distress, Dude in distress, Emotional scars, Enemies to lovers, Forbidden love, Good girl-bad boy, Morally grey, Nature boy, Nature girl, Roommates to lovers, Virgin heroine
🌎 Setting-Trope: MC / Mafia
⚤ Geschlechterkonstellation: Hetero, Lesbisch, Schwul, Queer
💞 Beziehungsstruktur: Offen Polyamor
🔪 Spannung: Medium
🖤 Darkness: Dunkelgrau
💓 Emotionalität: Hoch
🧠 Psychologische Tiefe: Medium
🧐 Glaubwürdigkeit: Unglaubwürdig
❤️ Sympathiefaktor der Hauptfiguren: Sympathisch
😆 Humor: Wenig
👫 Klassisches Rollenmodell: Ja
💋 Anzahl Spicy Szenen: 5 – schwer zu sagen, da ich viele explizite Szenen nicht als Spicy empfunden habe
🔗 Spielart Spicy Szenen: Vanilla, Vanilla plus, Soft BDSM, BDSM – die Szenen, die ich als Spicy empfunden habe, waren aber eher Vanilla
🔥 Explizitheit Spicy Szenen: Medium
🎨 Originalität der Erzählweise: Teils teils
👀 Erzählperspektive: Wechselnde Ich-Erzähler:innen