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Seit der Unterzeichnung des »Allgemeinen Rahmenabkommens von Dayton über einen Frieden in Bosnien und Herzegowina« im Jahr 1995 schweigen in der ehemaligen Teilrepublik Jugoslawiens die Waffen. Dennoch bestimmt seit nunmehr fast 20 Jahren ein »Nachkrieg« das Leben der Menschen. Ana Mijic zeigt, wie Serben, Kroaten und Bosniaken durch das Fortbestehen der alten Feindbilder an einer wirklichen Auseinandersetzung mit der Kriegsvergangenheit gehindert werden. Jede Volksgruppe versucht, die eigene, durch die Konfrontation mit konkurrierenden Wahrheiten verletzte Identität zu heilen, indem sie sich…mehr

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Produktbeschreibung
Seit der Unterzeichnung des »Allgemeinen Rahmenabkommens von Dayton über einen Frieden in Bosnien und Herzegowina« im Jahr 1995 schweigen in der ehemaligen Teilrepublik Jugoslawiens die Waffen. Dennoch bestimmt seit nunmehr fast 20 Jahren ein »Nachkrieg« das Leben der Menschen. Ana Mijic zeigt, wie Serben, Kroaten und Bosniaken durch das Fortbestehen der alten Feindbilder an einer wirklichen Auseinandersetzung mit der Kriegsvergangenheit gehindert werden. Jede Volksgruppe versucht, die eigene, durch die Konfrontation mit konkurrierenden Wahrheiten verletzte Identität zu heilen, indem sie sich beharrlich ausschließlich als Opfer von Vertreibung und Mord betrachtet.

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Autorenporträt
Ana Mijic, Dr. phil., arbeitet derzeit als Lehrbeauftragte am Institut für Soziologie an der Universität Wien.
Rezensionen
"Die in dieser Monographie vorliegenden Forschungen zur Selbstviktimisierung im Nachkriegsbosnien [lassen] für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen neue Blickwinkel und Facetten zu Tage treten [...], wozu vor allem die aufwändigen empirischen Analysen ihren gewichtigen Beitrag leisten." Klaus-Jürgen Hermanik, H-Soz-Kult, 04.02.2016