Das Buch ist klar und verständlich geschrieben und die Autorin behandelt einige sensible Themen, über die man sich vielleicht nicht immer im Privaten auszutauschen traut. Außerdem weiß man ja nie, ob man sich in der eigenen Bubble befindet und über manche Themen eine allgemeinere Statistik lesen zu
können, fand ich einfach interessant. Ein gutes Beispiel, über das ich mir definitiv mehr Aufklärung…mehrDas Buch ist klar und verständlich geschrieben und die Autorin behandelt einige sensible Themen, über die man sich vielleicht nicht immer im Privaten auszutauschen traut. Außerdem weiß man ja nie, ob man sich in der eigenen Bubble befindet und über manche Themen eine allgemeinere Statistik lesen zu können, fand ich einfach interessant. Ein gutes Beispiel, über das ich mir definitiv mehr Aufklärung wünschen würde, war, wie viele Frauen über Vaginalsex zum Höhepunkt kommen.
Zu berücksichtigen ist nur, dass die Statistiken nicht sehr wissenschaftlich belastbar sind, da sie Umfragen aus ihrer Community nutzt. Eine gewisse Orientierung gibt es aber dennoch.
Zu bemängeln habe ich auch, dass die Zitate nicht immer klar gekennzeichnet waren und teilweise hätte ich mir ein besseres Lektorat gewünscht.
Ich persönlich finde den Titel nicht ganz passend, weil ich es eher allgemein als Ermutigungsbuch wahrgenommen habe, zu sich selbst zu stehen, als etwas nicht tun zu müssen.
Einige Stellen habe ich inhaltlich noch sehr positiv in Erinnerung, z.B. hat die Autorin für Dehnungsstreifen einen besonders interessanten Begriff.
Außerdem fand ich das Thema interessant, in dem sie Frauen ermutigt, zu ihrem Körper zu stehen und nicht nur das Äußere wahrzunehmen sondern auch dankbar zu sein, was er alles leistet und wozu er in der Lage ist.
Auffallend ist auch, dass sie konsequent so gendert, dass sich beispielsweise auch Trans-Personen angesprochen fühlen können. Manches klingt dadurch aber auch leicht merkwürdig:
Beispielsweise wird an einer Stelle vom Gegenüber gesprochen, in der Wiederholung wird als Pronomen "es" verwendet.
Was ich auch sehr interessant fand, war eine geschichtliche Einordnung darüber, wie es zum Patriarchat kam. (Das gab's nämlich nicht schon immer! ;)
Auch die Zusammenstellung über die männliche Sicht und Interpretation der Menstruierenden hat mir neue Einblicke gebracht. Besonders die Schlüsse, die sie daraus zieht, weshalb vor allem Männer immer noch bei der Menstruation an etwas schlechtes denken, das es zu verstecken gilt, fand ich bemerkenswert, wenn ich auch nicht sicher bin, ob ich der gleichen Meinung bin.
Ich könnte noch weitere Stellen aufzählen, will aber ja nicht das ganze Buch verraten.
Wichtig fand ich auch das Kapitel über Partnerschaftlichen Sex - es müsste noch viel mehr Frauen bewusst werden, dass auch Männer nicht pauschal immer Sex wollen. Hilfreich können denke ich auch die Gesprächstipps zum Thema Beziehung und Sex sein.
Es waren vielleicht wenige ganz neue Erkenntnisse für mich im Buch zu finden, aber manches war mir mindestens nicht ganz bewusst und es war auch einfach interessant zu lesen.