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Stell dir vor, du beherbergst in dir eine Emotionsfamilie. Sonntags versammeln sie sich an einem Tisch. Wer sitzt an der Stirnseite des Tisches? Wen fragst du um Rat? Nimm dir einen Moment Zeit darüber nachzudenken. Da ist die Angst, die dich vor Gefahren warnen will. Die Vernunft, die alles abwägt. Die Trauer, die tief fühlen darf. Und irgendwo dazwischen sitzt die Scham, die dafür sorgt, dass du nicht unangenehm auffällst. Wut ist oft die Verwandte, über die niemand sprechen will. Sie ist hitzig, unberechenbar, laut. Ein Gast, der besser gar nicht erst auftaucht. Wut hat einen schlechten…mehr

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Produktbeschreibung
Stell dir vor, du beherbergst in dir eine Emotionsfamilie. Sonntags versammeln sie sich an einem Tisch. Wer sitzt an der Stirnseite des Tisches? Wen fragst du um Rat? Nimm dir einen Moment Zeit darüber nachzudenken. Da ist die Angst, die dich vor Gefahren warnen will. Die Vernunft, die alles abwägt. Die Trauer, die tief fühlen darf. Und irgendwo dazwischen sitzt die Scham, die dafür sorgt, dass du nicht unangenehm auffällst. Wut ist oft die Verwandte, über die niemand sprechen will. Sie ist hitzig, unberechenbar, laut. Ein Gast, der besser gar nicht erst auftaucht. Wut hat einen schlechten Ruf. In unserer Gesellschaft gilt Wut als gefährlich, unkontrolliert, undiszipliniert. Wer wütend wird, als cholerisch, schwierig, zu viel abgestempelt. Vor allem Frauen hören früh, dass Wut sich nicht gehört. Frau sollte sich im Griff haben, ruhig bleiben, vernünftig wirken. Wenn jemand laut wird, scheint das Problem klar zu sein. Die Wut. Nicht die Situation. Mit anderen Gefühlen gehen wir milder um. Wenn Angst groß wird und in Panik endet, ist das nachvollziehbar. Man bekommt Zuspruch und Verständnis. Auch Trauer darf Raum haben. Trauer löst Mitgefühl aus. Man darf weinen, still werden, eine Zeit lang weniger funktionieren. Nur Wut steht außen vor. Auf Wut reagieren viele mit Ablehnung, Abwertung oder Gegenangriff. Wut gilt als zu laut, zu direkt, zu unbequem. Wir tun so, als wäre Wut ein Charakterfehler, ein Mangel an Reife, Selbstkontrolle oder Disziplin. Kein Wunder, dass so viele Menschen ihre Wut wegdrücken, gegen sich richten oder so lange verpacken, bis sie gar nicht mehr spürbar scheint. Kein Wunder, dass Wut am inneren Familientisch oft vor der Tür warten muss oder nur am Rand sitzen darf. In diesem Buch geht es um diese ungeliebte Emotion. Um die Wut, die so oft als Problem abgetan wird. Vielleicht spürst du beim Lesen schon jetzt ein leises Ja, ein inneres Aha. Weil du ahnst, dass Wut mehr ist als das Bild, das du von ihr gelernt hast.

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Autorenporträt
Amel Lariani ist Vordenkerin für verkörperte Selbstführung und eine neue Denkschule, in der geistige, emotionale und körperliche Lehren zusammenfinden. Ihre Mission ist es, Menschen dabei zu unterstützen zu erkennen, was ihr wahrhaftiges Wesen ist und dass sie die Antworten, die sie suchen, längst in sich tragen. Nach über fünfzehn Jahren in der Führungskräfteentwicklung hat sie ihren beruflichen Weg bereits zum dritten Mal radikal neu ausgerichtet. Für ihr Buch "Digital Leadershit" wurde sie von der ABWF in Berlin mit dem Kurt Lewin Award ausgezeichnet. Heute lebt sie in Tunesien, arbeitet international mit Menschen aus dem deutschsprachigen Raum und entwickelt mit Re:imagine Retreats einen einzigartigen Weg zurück zur eigenen Lebendigkeit. Next level Transformation.