Hippo, Nordafrika 430 n. Chr. :
Die Stadt unter geistlicher Führung des alten Augustinus, wird von den Vandalen belagert. Während sich die Lage immer mehr zuspitzt und seine wertvollen Aufzeichnungen aus der Stadt geschafft werden sollen, wie auch die Menschen, versucht der gottesfürchtige
Gelehrte zunächst einen anderen Weg; einen Weg ohne Blutvergießen. Doch Augustinus steht mit seiner…mehrHippo, Nordafrika 430 n. Chr. :
Die Stadt unter geistlicher Führung des alten Augustinus, wird von den Vandalen belagert. Während sich die Lage immer mehr zuspitzt und seine wertvollen Aufzeichnungen aus der Stadt geschafft werden sollen, wie auch die Menschen, versucht der gottesfürchtige Gelehrte zunächst einen anderen Weg; einen Weg ohne Blutvergießen. Doch Augustinus steht mit seiner Meinung beinahe allein. Währenddessen erinnert er sich an seine frühen Jahre, seinen Werdegang und wie er einst zu Gott fand…
Viele Jahrzehnte zuvor:
Augustinus hat nicht gerade ein gutes Verhältnis zu seinem Vater und verachtet seine Mutter für deren Gutherzigkeit und ihren Glauben zu Gott. Augustinus ist ein Mensch des Denkens und der Wissenschaft und hat mit Christen nicht viel zu schaffen. Er geht früh von zu Hause fort, um bei dem berühmten Redner und Advokaten Karthaghos zu lernen. Zu Augustinus Stärken gehören seine Wortgewandtheit und seine Klugheit und schon bald beginnt ein beinahe kometenhafter Aufstieg für ihn. Er verliebt sich in eine Sklavin und zeugt mit ihr ein Kind. Eigentlich müsste er glücklich sein, doch je erfolgreicher er wird, umso rastloser und unglücklicher wird er…
Der Zweiteiler „Das Leben des heiligen Augustinus“, beleuchtet den Werdegang des heiligen Augustinus von Hippo (* 13. November 354 in Tagaste, heute Souk Ahras, Algerien; † 28. August 430 in Hippo Regius nahe dem heutigen Annaba, Algerien) insbesondere wie er zu seinem christlichen Glauben fand. Die zwei sich auf einer DVD befindlichen Teile, schildern seinen Werdegang in Rückblenden. Während Franco Nero den älteren Augustinus verkörpert, spielt Alessandro Preziosi den heiligen Augustinus in jüngeren Jahren.
Zur internationalen Cast gehören auch einige deutsche Schauspieler, wie beispielsweise Götz Otto oder Dietrich Hollinderbäumer ( und Nadja Abdel Farrag in einer Statistenrolle) und es gibt diesen Film, der in der ARD lief, in deutscher, englischer und auch italienischer Fassung zu kaufen.
Es ist immer ein schwieriges Unterfangen ein ganzes Leben und Wirken einer historisch verbrieften Person in einen Film zu verpacken. Die Macher haben einige Lebensstationen des Bischoffs beleuchtet, doch vieles wirkt leider zu oberflächlich, gehetzt erzählt/ angerissen und oftmals fehlt dem Film der gewisse Tiefgang in den Dialogen, was nicht den Schauspielern anzulasten ist, die das Beste aus ihren Rollen herauszuholen vermögen. Der Knackpunkt war für mich jedoch, dass man nicht ganz begreifen kann, was genau Augustinus dazu gebracht hat, doch noch zu Gott zu finden; Sicherlich, der Angriff auf unschuldige Christen mag ihn zum Nachdenken angeregt haben und auch gewisse berufliche Entscheidungen seinerseits, die tragische Folgen hatten, doch wäre es mir lieber gewesen, wenn die Macher diesbezüglich ein wenig mehr ins Detail gegangen wären.
Die Darsteller des jungen und alten Augustinus, Franco Nero und Alessandro Preziosi spielen überzeugend, auch die Ausstattung des Zweiteilers steht Filmen dieses Genres in nichts nach, ist für eine TV Verfilmung durchaus hochwertig zu nennen und es gibt auch die leisen, wunderbaren Momente, toll gespielt, die im Zuschauer nachhallen. Etwa wenn Augustinus Mutter zusammen mit Augustinus am Meer steht und ihrer Erleichterung Luft macht, dass er seinen Weg zu Gott gefunden hat und bereut, was er in der Vergangenheit tat oder wenn er, von seinen Lieben verlassen, voller Verzweifelung, in sich geht.
Es ist kein schlechter Zweiteiler und er macht durchaus neugierig auf den wahren Augustinus und sein Wirken, Mission also teils erfüllt, doch man hätte durchaus noch mehr herausholen können.
Kurz gefasst: Gute, überzeugende Schauspieler, ein inspirierender Film, doch leider zu gehetzt erzählt.