Spanien Anfang des 19. Jhdt. Die junge, schöne Inés ist die Muse des Hofmalers Francisco de Goya. Vater Lorenzo Casamares, der bei Goya sein Portrait malen lässt, sieht dort ein Gemälde Inés und verguckt sich in sie. Inés wird daher von der Inquisition angeklagt, jüdische Rituale zu praktizieren,
und das nur, weil sie kein Schweinefleisch mag. Inés wird inhaftiert, eingekerkert und gefoltert, in…mehrSpanien Anfang des 19. Jhdt. Die junge, schöne Inés ist die Muse des Hofmalers Francisco de Goya. Vater Lorenzo Casamares, der bei Goya sein Portrait malen lässt, sieht dort ein Gemälde Inés und verguckt sich in sie. Inés wird daher von der Inquisition angeklagt, jüdische Rituale zu praktizieren, und das nur, weil sie kein Schweinefleisch mag. Inés wird inhaftiert, eingekerkert und gefoltert, in den Pausen "betet" Vater Lorenzo mit ihr und die Gebete bleiben nicht ohne fruchtbare Folgen.
Wer eine filmische Biographie von Goya erwartet, wird enttäuscht sein, denn dieser Film ist ein normaler, unterhaltsamer historischer Film mit den üblichen Klischees und Goya ist nur der rote Faden, die Konstante, die durch die Geschichte führt. Es geht wieder einmal um lüsterne Priester, die sich im Kerker an schöne, unschuldige, junge Frauen her machen. Es geht um die böse, böse Inquisition und ob Geständnisse unter Folter relevant sind (Inés Vater versucht Vater Lorenzo durchaus kreativ vom Gegenteil zu überzeugen). Dazu noch schnell ein wenig französische Revolution.
Das Ganze wirkt durchweg ein wenig inkonsistent, was wohl an den recht großen Zeitsprüngen liegt, in denen die Geschichte von Inés und Vater Lorenzo erzählt wird. Der Film wirkt so eher episodenhaft, denn aus einem Guss.
Unterhaltsam, auf dem Niveau der üblichen, klischeehaften historischen Romane, wie man sie heutzutage so vertreibt. Nicht schlecht, streckenweise durchaus emotional, aber auch nicht wirklich richtig gut. Kein Meisterwerk, aber solide Unterhaltung für Freunde des Genres historischer (Liebes-)Romane.