Fanny Price ist die Tochter einer in Ungnade gefallenen Mutter. Ihre Mutter heiratete aus Liebe einen armen Mann, die Folge waren unzählige Kinder, deren erstes Fanny ist. Als gute Tat wird Fanny von ihren wohlhabenden Verwandten Lady und Sir Betram auf Mansfield Park aufgenommen und eher wie eine
kostenlose Angestellte denn Verwandte behandelt. Nur ihr Cousin Edmund scheint sie zu verstehen, die…mehrFanny Price ist die Tochter einer in Ungnade gefallenen Mutter. Ihre Mutter heiratete aus Liebe einen armen Mann, die Folge waren unzählige Kinder, deren erstes Fanny ist. Als gute Tat wird Fanny von ihren wohlhabenden Verwandten Lady und Sir Betram auf Mansfield Park aufgenommen und eher wie eine kostenlose Angestellte denn Verwandte behandelt. Nur ihr Cousin Edmund scheint sie zu verstehen, die beiden sind von Kindesbeinen an ein Herz und eine Seele und ermuntert Fannys literarische Ergüsse.
Jahre später beginnt sich das Liebeskrussell zu drehen. Fannys Cousine Maria verlobt sich mit Mr. Rushworth. Mary Crawford, eine Nachbarin, hat es auf Edmund abgesehen, während Henry Crawford Fanny den Hof macht. Fanny liebt jedoch Edmund, während Maria in Wirklichkeit Henry begehrt.
Ich kenne die Romanvorlage von Jane Austen nicht, aber schon wenn man den Film alleine für sich wirken lässt wird schnell klar, dass hier deutlich bearbeitet worden sein muss. So flach und einfach sind die Beziehungsgeflechte in den Austen Romanen, die ich gelesen habe, nie gewesen. So flach und platt war ihr Humor und ihre Ironie nie. Auch denke ich nicht, dass sie sich sozialkritisch bezüglich der Sklaverei in den Kolonien geäußert hat.
Betrachtet man den Film als losgelöst von jeglicher literarischer Vorlage, ist er sehr unterhaltsam. Die Kulissen muten teils fast surrealistisch an, die Erzählweise ist witzig, modern und sehr ansprechend und auch die Darsteller sehr gut. Unangenehm fällt jedoch öfters die musikalische Untermalung auf, die sich teilweise extrem in den Vordergrund drängt und dadurch aufdringlich bis störend wirkt.
Fazit: Ein wenig seicht und vorhersehbar mit unpassendem moralischen Zeigefinger was die Sklaverei angeht, der so gar nicht zu Austen passen will, aber dennoch unterhaltsam.