Ich liebe die Gestaltung des Buches, weil sie einfach ein perfektes Herbstbuch verspricht. Ich mag, dass man zwar einen kleinen Eindruck der Personen bekommt, aber dennoch Raum bleibt, sich ein eigenes Bild von Ellis und Cooper zu machen.
Ich brauchte unbedingt ein Herbstbuch für die heißen
Tagen, auch um mich darauf zu freuen, wenn es wieder kühler wird und man sich schön mit einem Buch und…mehrIch liebe die Gestaltung des Buches, weil sie einfach ein perfektes Herbstbuch verspricht. Ich mag, dass man zwar einen kleinen Eindruck der Personen bekommt, aber dennoch Raum bleibt, sich ein eigenes Bild von Ellis und Cooper zu machen.
Ich brauchte unbedingt ein Herbstbuch für die heißen Tagen, auch um mich darauf zu freuen, wenn es wieder kühler wird und man sich schön mit einem Buch und einem heißen Kakao auf die Couch setzen kann. Dafür ist dieses Buch wirklich perfekt, obwohl ich ein bisschen gebraucht habe, um komplett in der Geschichte zu versinken. Das liegt für mich vor allem am Schreibstil oder vielleicht in diesem Fall auch an der Übersetzung, weil die für mich nicht immer ganz konstant ist. Mir ist klar, dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt und man vielleicht mehr ins Deutsche übersetzt als es bei einem Young Adult Roman oder einem belletristischen Roman der Fall gewesen wäre, aber mich hat es vor allem zu Beginn etwas irritiert. So hätte ich beispielsweise den Namen von Schnecke oder den des Herbstlaubfests einfach im Original gelassen, weil vor allem ersterer eher ein Kosename (mehr oder weniger) für Frauen oder Mädchen ist und ich jedes Mal irritiert war, wer gemeint ist. Das ist wahrscheinlich eine absolute Kleinigkeit, aber mich hat es mehr gestört als ich zu Beginn gedacht hätte. Dadurch wirkte es zudem manchmal ein bisschen holprig und umständlich, was zumindest zu Beginn den Lesefluss ein bisschen gestört hat. Als ich mich damit aber arrangiert hatte, bin ich nur so durch die Geschichte geflogen.
Ich habe auch die Charaktere schnell ins Herz geschlossen, obwohl Ellis manchmal ein bisschen anstrengend ist. Das liegt aber daran, dass zum einen erst siebzehn ist und zum anderen von ihrem Vater immer in eine Richtung geschoben wurde, die ihr überhaupt nicht erlaubt hat, zu erkunden, wer sie überhaupt ist. Außerdem mochte ich nicht, dass ihre Mutter nicht ehrlich zu ihr ist, sie muss ihrer Tochter nicht die Einzelheiten ihrer Ehe erzählen, aber sie hätte ehrlicher sein müssen, dass es Gründe dafür gab, dass sie nach Bramble Falls gegangen ist. Außerdem hat es mich fast schon wütend gemacht, dass sie ihre Tochter nicht besser vor dem Druck ihres Vaters geschützt hat. Es ist sehr deutlich, dass Ellis ihrem Vater alles recht machen will und so sein will wie er, sich dabei aber so sehr selbst unter Druck setzt, dass ich manchmal das Gefühl hatte, sie gar nicht wirklich zu kennen. Ich habe auch Verständnis für ihre Mutter, aber ich finde dennoch, dass sie manche Sachen hätte anders händeln sollen. Aber aus genau dem Grund habe ich immer viel Verständnis für Ellis und ihr Verhalten, auch wenn ich es nicht immer richtig fand, wie sehr sie ihre neuen Freunde auf Abstand gehalten und zum Teil hängen gelassen hat. Genau aus diesem Grund mochte ich Cooper, Sloane, Jake und Fern so gerne. Sie alle stehen trotzdem hinter Ellis, unterstützen sie und sind für sie da, selbst wenn sie selbst dafür deutlich länger braucht. Vor allem Cooper mochte ich ab der ersten Minute, selbst wenn er sauer auf Ellis ist ist er trotzdem ein guter Kerl. Er fordert sie außerdem immer heraus, zu hinterfragen, was sie wirklich will und ob sie glücklich ist, was sonst niemand in ihrem Leben tut. Ich mochte gerne, dass er sie nie unter Druck setzt, aber genau sieht, wenn sie etwas tut, weil es erwartet wird und nicht, weil sie liebt, was sie tut. Dass er dabei seine Träume verfolgt und unbedingt mit seinen Cookies erfolgreich sein, habe ich geliebt. Ihm ist es nicht unangenehm, dass er backt und alle seine Freunde unterstützen ihn darin und schwärmen bei jeder Gelegenheit von ihnen. Deswegen mochte ich die gesamte Dynamik zwischen der Clique so gerne. Sie sind wirklich füreinander da, sind dabei aber trotzdem ehrlich und handeln zum Teil deutlich verantwortungsbewusster als die Erwachsenen. Das gilt in besonderem Maße für Jake, von dem ich das zu Beginn gar nicht erwartet hätte, den ich aber mit jeder Seite mehr liebgewonnen habe.
Die Story ist nicht super außergewöhnlich, aber das braucht das Buch allerdings auch nicht. Sie wird von den Charakteren und dem Setting getragen, was wirklich sehr an Stars Hollow aus Gilmore Girls erinnert, dadurch aber noch mehr dafür sorgt, dass ich mich direkt wohlgefühlt habe. Ich mochte die absolut herbstlichen Veranstaltungen, die ich zum Teil ein bisschen absurd, aber meistens auch extrem niedlich fand und würde ehrlich gesagt wirklich gerne mindestens eine Woche in Bramble Falls verbringen, einfach um ein richtiges Herbst-Feeling zu bekommen.
Alles in allem habe ich das Buch wirklich genossen, auch wenn ich etwas gebraucht habe, um komplett in die Geschichte einzutauchen, vor allem weil der Schreibstil manchmal etwas holprig wirkte. Allerdings habe ich sowohl die Charaktere als auch das Setting geliebt und hätte nichts dagegen, noch einmal nach Bramble Falls zurückzukehren, weil diese Stadt es wunderbar schafft, ein herbstliches Gefühl zu erzeugen.