Worum geht es?: Carmen ist ehrgeizig, zielstrebig und weiß, was sie will. Mit dem Tänzer Tian ist sie sich nur in einer Sache einig: Die wahre Liebe gibt es nicht. Als sie mit ihren Freundinnen Juliette und Brooke an einem Poledance-Kurs teilnimmt und ausgerechnet Tian ihr Lehrer ist, fliegen die
Funken. Doch mehr als eine lockere Beziehung lässt der prall gefüllte Terminplan ohnehin nicht zu.…mehrWorum geht es?: Carmen ist ehrgeizig, zielstrebig und weiß, was sie will. Mit dem Tänzer Tian ist sie sich nur in einer Sache einig: Die wahre Liebe gibt es nicht. Als sie mit ihren Freundinnen Juliette und Brooke an einem Poledance-Kurs teilnimmt und ausgerechnet Tian ihr Lehrer ist, fliegen die Funken. Doch mehr als eine lockere Beziehung lässt der prall gefüllte Terminplan ohnehin nicht zu. Aber kann sich der Verstand gegen den Takt wehren, den das Herz bestimmt?
Das Cover: Das Cover besticht durch seine tollen Farben und den starken Kontrast zwischen Blau, Silber und Weiß, der sofort ins Auge fällt und wunderbar harmoniert. Allerdings wirkt die Schriftart für meinen Geschmack viel zu groß und plakativ. Sie passt nicht so recht zum ansonsten stimmigen Gesamtkonzept und nimmt dem Cover etwas von seiner Eleganz.
Der Schreibstil: Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Carmen und Tian erzählt, was grundsätzlich für eine schöne Dynamik sorgt und beide Figuren nahbar macht. Der Einstieg ist stark, die Zusammenhänge sind schnell klar, und man findet gut in die Handlung hinein. Insgesamt ist der Schreibstil angenehm und flüssig. Ab der Hälfte verliert das Buch jedoch spürbar an Spannung. Es passiert kaum noch etwas Überraschendes, und viele Entwicklungen sind sehr vorhersehbar. Dadurch ging für mich ein Teil des anfänglichen Schwungs verloren.
Die Hauptfiguren: Carmen ist eine zielstrebige, ehrgeizige Frau, die sich im Familienunternehmen beweisen möchte. Ihr Vater hält jedoch an traditionellen Vorstellungen fest und glaubt nicht daran, dass eine Frau ohne Mann an ihrer Seite in der Firma bestehen kann. Carmen setzt alles daran, ihm das Gegenteil zu beweisen. Als Ausgleich besucht sie Poledance-Kurse bei Tian – einem Mann, den sie aus dem Freundeskreis kennt, aber eigentlich nicht ausstehen kann. Zwischen den beiden fliegen die Fetzen, doch durch gemeinsame Privatstunden lernen sie sich von einer ganz anderen Seite kennen. Und plötzlich knistert es gewaltig.
Tian ist leidenschaftlicher Poledancer und muss sich immer wieder gegen Vorurteile behaupten. Er zeigt eindrucksvoll, wie anspruchsvoll und kraftvoll dieser Sport ist. Gleichzeitig trägt er noch die Last einer gescheiterten Beziehung mit sich herum und fragt sich, ob er überhaupt bereit für etwas Neues ist. Seine Verletzlichkeit macht ihn zu einer spannenden Figur, die viel Tiefe mitbringt.
Endfazit: Justine Pust ist zweifellos eine talentierte Autorin, deren Schreibstil ich sehr schätze – emotional, aber nicht überladen. Dennoch ist „Spin this Heart“ für mich ihr schwächstes Werk. Die Poledance-Thematik wird zwar hervorragend vermittelt und bietet einen erfrischenden Blick auf einen oft unterschätzten Sport. Doch die Handlung bleibt insgesamt unspektakulär, und der Verlauf ist von Anfang an sehr vorhersehbar. Ein nettes Buch für zwischendurch, das sich angenehm lesen lässt, aber nicht an die Stärke ihrer anderen Werke heranreicht.
Das Buch erhält von mir gute 3 von 5 Sternen.