Seymore Levov lebt mit seiner Frau Dawn, der Schönheitskönigin von 1949, und seiner Tochter Merry in Newark, New Jerseyy. Er leitet eine Handschuhfabrik, die seine vor drei Generationen eingewanderten jüdischen Vorfahren aufgebaut haben. Doch dieser amerikanischen Traum vom erfolgreichen, glücklichen Leben wird jäh zum Alptraum, als seine Tochter in den Jahren des Vietnamkrieges in den Untergrund gerät und sich an einem Bombenanschlag beteiligt, bei dem ein Mensch getötet wird.
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Wolfgang Schneider gibt sich, nach einer kursorischen Würdigung von Philip Roths bereits 1997 erschienenem Roman über die "schäbige Seite" des Protests der späten 60er in den USA, als intimer Kenner von Christian Brückners Vorlesekunst zu erkennen, der in seinen Augen wie kaum ein anderer für die Form des großen amerikanischen Epos geschaffen ist. Ganz ohne Anweisungen kommen dessen Manuskripte aus, da Brückner sich wie ein Jazzer ins Material einarbeitet, um dann vor dem Mikrofon souverän damit zu hantieren, weiß der Kritiker, der fernerhin erklärt, dass Brückner nicht zu jenen Lesern gehört, die beim Vorlesen hörspielartig mit verteilten Rollen lesen. Auch für die einfühlsamen Kürzungen hat Schneider nur Lob übrig: Erhalten bleiben die bei Erscheinen kritisierten langwierigen, für den ästhetischen Effekt aber wichtigen Passagen, während redundante Stellen für das literarische Erlebnis verlustfrei entnommen wurden. In Brückners Lesung hat, schließt Schneider, "ein bedeutendes Werk seine ideale Form gefunden".
© Perlentaucher Medien GmbH
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"Philip Roth hat mit dem Roman "Amerikanisches Idyll"...sein wahrscheinlich differenziertestes Buch geschrieben. Er war nie so gut." Welt, 25.07.1998 "Ein Buch, das man getrost in die Galerie der großen Romane unseres Jahrhunderts aufnehmen kann." Brigitte, 13.08.1998








