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Dort, wo Maya aufwächst, herrscht Schweigen. Die deutsche Vergangenheit, der Holocaust, den die Mutter als Cellistin im Orchester von Auschwitz überlebt - davon wird nicht gesprochen. Dennoch entkommt Maya den Verwundungen der Eltern nicht, ein stabiles Leben scheint unmöglich, sie treibt durch das London der Siebziger. Zu lange Nächte, Drogen, Schulden, die falschen Typen, eine Flucht nach Jamaika, bei der sie fast stirbt ... Um zu überleben, das ist ihr schlagartig klar, muss sie das Schweigen überwinden. Sie beginnt zu schreiben: Briefe nach Breslau an die von den Nazis ermordeten…mehr

Produktbeschreibung
Dort, wo Maya aufwächst, herrscht Schweigen. Die deutsche Vergangenheit, der Holocaust, den die Mutter als Cellistin im Orchester von Auschwitz überlebt - davon wird nicht gesprochen. Dennoch entkommt Maya den Verwundungen der Eltern nicht, ein stabiles Leben scheint unmöglich, sie treibt durch das London der Siebziger. Zu lange Nächte, Drogen, Schulden, die falschen Typen, eine Flucht nach Jamaika, bei der sie fast stirbt ... Um zu überleben, das ist ihr schlagartig klar, muss sie das Schweigen überwinden. Sie beginnt zu schreiben: Briefe nach Breslau an die von den Nazis ermordeten Großeltern. Stück für Stück setzen ihre Worte eine Familie wieder zusammen, erzählen die Geschichte dreier Generationen im Spiegel der größten Katastrophe des 20. Jahrhunderts.
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Autorenporträt
Maya Lasker-Wallfisch wurde 1958 in London geboren und lebt seit kurzer Zeit in Berlin. Sie forscht seit Jahren zum Thema generationsübergreifende Traumata.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Knapp bespricht Marta Kijowska die elf in diesem Buch versammelten fiktiven Briefe, die Maya Lasker-Wallfisch an ihre 1942 ermordeten Großeltern geschrieben hat. Die Tochter der KZ-Überlebenden und Cellistin Anita Lasker-Wallfisch schildert das Trauma, das durch das Schweigen ihrer Mutter ausgelöst wurde: So liest die Kritikerin von Exzessen, Drogenabhängigkeit, Konflikten mit Mutter und Polizei und von Entzug und erfährt in Einsprengseln gelegentlich auch etwas über die Familiengeschichte. Die gerät der Rezensentin allerdings dann doch etwas zu kurz, auch die Anteilnahme der Enkelin am Schicksal der unbekannten Großeltern erscheint ihr mitunter eher wie ein "kompositorischer Effekt". Als Dokument eines transgenerationalen Traumas empfiehlt Kijowska das Buch dennoch gern.

© Perlentaucher Medien GmbH
»... ein eindrucksvolles Buch.« Marta Kijowska Frankfurter Allgemeine Zeitung 20200725