Irgendwann nach dem ersten Weltkrieg in Jerusalem belauscht Poirot in seinem Hotel eine Unterhaltung, die mit den Worten "You do see, don't you, that she's got to be killed?" endet. Er wird hellhörig, weiß aber nicht, wer diese Worte gesagt hat und reist weiter nach Jordanien in die Nähe von Petra.
Dort macht die amerikanische Familie Boynton im selben Hotel Urlaub wie Poirot. Mrs. Boynton ist…mehrIrgendwann nach dem ersten Weltkrieg in Jerusalem belauscht Poirot in seinem Hotel eine Unterhaltung, die mit den Worten "You do see, don't you, that she's got to be killed?" endet. Er wird hellhörig, weiß aber nicht, wer diese Worte gesagt hat und reist weiter nach Jordanien in die Nähe von Petra. Dort macht die amerikanische Familie Boynton im selben Hotel Urlaub wie Poirot. Mrs. Boynton ist eine ehemalige Gefängniswärterin und nun, da sie verwitwet ist, sind ihre teils erwachsenen (Stief-)Kinder ihre Gefangene und werden auch so behandelt. Poirot erkennt in Raymond Boynton denjenigen wieder, der in Jerusalem diese schicksalshaften Worte ausrief, schicksalshaft daher, weil Mrs. Boynton auf einem Ausflug nach Petra stirbt: Überdosis ihres Herzmittels Digitalis, ein Einstich im Handgelenk. Alle sind verdächtig, jeder hatte ein Motiv und dennoch, kann man ihnen verdenken, dass sie endlich frei sein wollten?
Einerseits ein spannender Fall, denn wie Dr. House so schön sagt: alle lügen. So auch in diesem Fall. Alle Lügen auf die eine oder andere Art um sich oder andere zu schützen. Doch anhand der Lügen kommt Poirot dem Täter dennoch auf die Spur, denn es ist immer noch genug Wahrheit enthalten, die ihm genügt. Leider hat man selber keine Chance auf die Lösung zu kommen, man kann sich durchaus denken, was das Motiv war und welche Personen es sein konnten, aber die Hauptinformationen werden bis zum Showdown verschwiegen, das mag ich gar nicht.
Es gibt einen kleinen Bezug zu „Mord im Orient Express“, als sich die Verdächtigen darauf berufen, dass Poirot bereits einmal lieber die offizielle Version unterstützt hat und die Täter ungeschoren davonkommen ließ, ansonsten gibt es keine Bezüge zu alten Fällen und dieser Fall ist wie alle anderen Fälle in sich abgeschlossen.
Erneut spricht John Moffat Hercule Poirot und auch die anderen Rollen sind sehr gut besetzt. Bei BBC Hörspielen sind mir bisher auch noch nie schlechte oder amateurhafte Sprecher aufgefallen, wie das bei deutschen Produktionen häufiger passiert. Die Stimmen der Sprecher sind teilweise recht ähnlich, da aber die Figuren recht übersichtlich sind, hat man kaum Probleme, der Handlung und den Konstellationen zu folgen, nur einige der weiblichen Rollen können durchaus mal verwechselt werden.
dramatised by Michael Bakewell
Directed by Enyd Williams
Speaker:
John Moffat
Miriam Karlin
Jill Balcon
Connie Walker