Angelockt durch eine ungewöhnliche Stellenanzeige, reist Señorita Prim, eine unabhängige, gebildete junge Frau, nach San Ireneo de Arnois, um dort »einem höflichen Mann und seinen Büchern als Bibliothekarin zur Seite zu stehen«. Zwar hat Prudencia Prim, die Bücher liebt und selbst auf der Flucht ist vor dem Getöse der Welt, das gute Gefühl, dass dies der Tag ist, auf den sie so lange gewartet hat. Doch wie nachhaltig sich ihr Leben verändern wird, weiß sie nicht. Nach und nach erschließt sich ihr das Geheimnis des malerischen Städtchens und seiner glücklichen Bewohner, und Señorita Prim erkennt, was ihr bisher so sehr gefehlt hat.
Leider verfällt die Autorin oft in Klischees. So ist San Ireneo eine lupenreine Landidylle ohne Kriminalität und Geldsorgen. Die humanistisch gebildeten Kinder sind frühreif, der alte Mönch wirkt gütig und weise. Das alles liest Stefanie Stappenbeck sanft und ein wenig zu gleichförmig.
© BÜCHERmagazin, Ann-Kathrin Maar (akm)







