KWas soll eine Frau tun, die mit ihren Kindern auf engstem Raum in einer zerbombten Stadt lebt? Die kaum Geld hat, um Essen auf den Tisch zu bringen, mit einem Mann, der im Angesicht der Not zur Flasche greift, die Kinder schlägt und erschrocken vor sich selbst davonläuft? Die Ehe von Käthe und Fred steht kurz vor ihrem Ende. Vierundzwanzig Stunden ist der Hörer ganz nah bei ihnen, bei ihrem Leben, ihrem Leiden und ihrem Lieben. Vierundzwanzig Stunden, in denen die Ohnmacht und die Verzweiflung der Menschen im kriegszerstörten Deutschland unmittelbar spürbar werden. Eindrücklich und ungekürzt gelesen von Frauke Poolman und Daniel Minetti.Ungekürzte Lesung mit Daniel Minetti, Frauke Poolman1 mp3-CD ca. 5 h 28 min
»Der Roman darf ein Ereignis genannt werden!« F.A.Z.
»Wie so oft stellte der Katholik Heinrich Böll auch in diesem Roman die Frage nach christlichem Denken und Handeln. Auf der einen Seite steht der Glaube der Armen, dem Gebot der Nächstenliebe und der Nachfolge Christi auch im Leiden verpflichtet, auf der anderen Seite eine arrogante Amtskirche, die sich in erster Linie institutionell behaupten will und die Gescheiterten mit moralischen Urteilen abkanzelt. Man mag Bölls Antithesen von Armut und Wohlstand, auch seine Symbolik sozialer Räume als klischeehaft empfinden. Entgegenzuhalten ist, dass das Leben manchmal nichts anderes bietet als Klischees. Hans Werner Richter, der langjährige Mentor der Gruppe 47, hielt jedenfalls >Und sagte kein einziges Wort< für das "beste Buch, das in der Nachkriegszeit geschrieben worden ist.".« Schacherreiters Bücherregal, OÖNachrichten 30.07.2008







