
Autor im Porträt
Anthony Horowitz
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Tod zur Teestunde
Gebundenes Buch
Susan Ryeland, Lektorin außer Dienst ist nach London zurückgekehrt. Sie arbeitet jetzt für einen kleinen Verlag, und auf ihrem Tisch ist das Manuskript eines jungen Autors namens Eliot Crace gelandet: Atticus Pünds letzter Fall. Die Geschichte handelt vom überraschenden Tod der schwerreichen Lady Chalfont, die anscheinend von einem Familienmitglied vergiftet wurde.
Zu Susans Überraschung stellt sich heraus, dass Eliot Crace der Enkel der weltberühmten Kinderbuchautorin Miriam Crace ist, die 15 Jahre zuvor verstarb - ermordet, vergiftet, wie Eliot behauptet. Je weiter Susan in die Story eintaucht, desto klarer wird ihr, dass Eliot in Atticus Pünds letzter Fall die Geschichte seiner eigenen Familie und des Todes seiner Großmutter erzählt. Zugleich verhält er sich immer merkwürdiger, wird zunehmend aggressiv - und dann wird er bei einem Unfall mit Fahrerflucht getötet. War es Mord? Plötzlich ist Susan die Hauptverdächtige, und erschrocken wird ihr klar, dass sie das selber aufklären muss, um nicht das nächste Opfer zu werden ...
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Zu Susans Überraschung stellt sich heraus, dass Eliot Crace der Enkel der weltberühmten Kinderbuchautorin Miriam Crace ist, die 15 Jahre zuvor verstarb - ermordet, vergiftet, wie Eliot behauptet. Je weiter Susan in die Story eintaucht, desto klarer wird ihr, dass Eliot in Atticus Pünds letzter Fall die Geschichte seiner eigenen Familie und des Todes seiner Großmutter erzählt. Zugleich verhält er sich immer merkwürdiger, wird zunehmend aggressiv - und dann wird er bei einem Unfall mit Fahrerflucht getötet. War es Mord? Plötzlich ist Susan die Hauptverdächtige, und erschrocken wird ihr klar, dass sie das selber aufklären muss, um nicht das nächste Opfer zu werden ...
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25,00 €
Wenn Worte töten
Broschiertes Buch
Als Daniel Hawthorne, Ex-Polizist und Privatdetektiv, und sein »Assistent« Anthony Horowitz zu einem Literaturfestival auf die beschauliche Kanalinsel Alderney eingeladen werden, rechnen die beiden im Traum nicht damit, Hals über Kopf in eine Mordermittlung verwickelt zu werden. Aber die exklusive Runde, die sich hier versammelt hat - ein Kinderbuchautor, eine französische Lyrikerin, ein Fernsehkoch, eine blinde Wahrsagerin und ein Historiker -, macht den beiden einen Strich durch die Rechnung, und darum herum tummeln sich zudem die Bewohner der Insel, die wegen einer geplanten Stromtrasse heillos zerstritten sind.
Und prompt wird der Mäzen des Festivals brutal ermordet, und Hawthorne und Horowitz müssen den örtlichen Polizeikräften zu Hilfe eilen. Aber erst als ein weiterer Mord geschieht, gelingt es den beiden, dem Täter auf die Spur zu kommen und nebenbei noch einige andere Geheimnisse ans Tageslicht zu holen.
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Und prompt wird der Mäzen des Festivals brutal ermordet, und Hawthorne und Horowitz müssen den örtlichen Polizeikräften zu Hilfe eilen. Aber erst als ein weiterer Mord geschieht, gelingt es den beiden, dem Täter auf die Spur zu kommen und nebenbei noch einige andere Geheimnisse ans Tageslicht zu holen.
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13,00 €

© Des Willie
Anthony Horowitz
Anthony Horowitz hat seit seinem 20. Lebensjahr sein Hobby zum Beruf gemacht. Nun schreibt Horowitz als freier Autor und gehört mittlerweile zu den erfolgreichsten und gefragtesten Schriftstellern im englischsprachigen Raum. Er arbeitet auch für das Theater sowie als Drehbuchautor für Film und Fernsehen. Anthony Horowitz lebt mit seiner Frau, seinen zwei Söhnen und seinem Hund im Norden von London.Medien
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Kundenbewertungen
Der Tote aus Zimmer 12
Bewertung von mecop am 25.06.2022
Ein Krimi im Krimi
"Der Tote aus Zimmer 12" ist der erste Roman, den ich von Anthony Horowitz gelesen habe.
Mir gefiel der Kriminalroman richtig gut; vor allem, die Idee einen Kriminalroman in einem Kriminalroman wie in einer Matrjoschka zu verpacken, hat mir sehr gut gefallen! Allerdings erfordert diese Konstruktion auch eine hohe Konzentration seitens der Leserschaft, denn sonst ist Verwirrung vorprogrammiert.
Wer sich dennoch auf das Abenteuer einlässt, wird nicht enttäuscht: Es gibt a la Agatha Christie sehr viele Wendungen, die die Lösung des Falls bis zum Schluss spannend machen. Ein Hauch Sherlock Holmes sorgt für zusätzlichen Lesespaß.
Die Hauptfiguren im Roman sind authentisch beschrieben und ich konnte mir beispielsweise die Arbeitswelt einer Lektorin relativ gut vorstellen. Auch ihre Herangehensweise an die Lösung des Falls war sehr realistisch beschrieben. Wer also Lust auf einen besonderen britischen Kriminalroman hat, dürfte an "Der Tote aus Zimmer 12" seine Freude haben.
Tod zur Teestunde
Bewertung von Bücherfreundin am 11.12.2025
Großartiger dritter Band der Susan Ryeland-Reihe
"Tod zur Teestunde" ist der neue und voraussichtlich letzte Kriminalroman des britischen Schriftstellers Anthony Horowitz um die Lektorin Susan Ryeland. Das 568 Seiten umfassende Buch knüpft an die 2018 und 2022 erschienenen Vorgängerbände "Die Morde von Rye Hall" und "Der Tote aus Zimmer 12" an. Es ist sicherlich hilfreich, die beiden ersten Romane der Reihe gelesen zu haben, doch auch ohne dieses Basiswissen findet man sich schnell zurecht, zumal immer wieder Bezug auf Ereignisse der ersten Bände genommen wird.
Die Ich-Erzählerin Susan hat sich von ihrem Freund Andreas getrennt, mit dem sie auf Kreta ein Hotel führte. Als freie Lektorin arbeitete sie auf der Insel als Lektorin und betreute eine Serie von skandinavischen Kriminalromanen. Inzwischen ist sie 55 Jahre alt und kehrt nun nach London zurück. Michael Flynn, ihr Chef und Verleger von Causton Books, plant die Fortsetzung der erfolgreichen Atticus Pünd-Serie. Nach dem Tod von Alan Conway, der durch die Bücher reich und berühmt wurde, soll der junge Autor Eliot Crace, dessen Großmutter Miriam eine erfolgreiche Kinderbuchautorin war, drei Fortsetzungsromane schreiben. Da Susan bereits Alan Convay als Lektorin zur Seite stand, geht ihr Chef davon aus, dass sie auch für Eliot die ideale Lektorin sein wird. Die ersten Kapitel des Manuskripts von "Pünds letzter Fall" gefallen Susan, in der Geschichte geht es um den Tod von Lady Margaret Chalfont, die in ihrem Feriendomizil in Südfrankreich vergiftet wurde. Im Laufe der Lektüre erkennt Susan, dass Eliot in seinem Roman die Geschichte seiner eigenen dysfunktionalen Familie erzählt ...
Wie schon in den vorherigen Susan Ryeland-Büchern gibt es auch hier innerhalb des Buches ein zweites Buch. Beide Geschichten sind meisterhaft und mit viel Raffinesse miteinander verknüpft. Wir folgen Susan im Hier und Jetzt, erleben ihre Zusammenarbeit mit Eliot und begleiten sie bei ihren Ermittlungen, nachdem ein Mord geschehen ist und Susan unter Verdacht gerät. Parallel dazu tauchen wir ein in das Leben von Lady Chalfont und ihrer Familie, die die Sommermonate des Jahres 1955 in Südfrankreich verbringt. Es kommt zu einem Todesfall, bei dessen Aufklärung Atticus Pünd dem französischen Ermittler Frédéric Voltaire zur Seite stehen wird.
"Tod zur Teestunde" hat mir sehr gut gefallen, ich mochte den intelligenten Schreibstil und die schöne Sprache. Das Buch fesselte mich von der ersten Seite an, stetig baut sich mehr Spannung auf und bleibt bis zum Ende auf hohem Niveau. Die Handlung ist gut durchdacht, die Auflösung hat mich überrascht. Es gibt mehrere Tote, viele Verdächtige und Wendungen, es werden Geheimnisse aufgedeckt, und ich habe mich vom Autor auf falsche Fährten locken lassen.
Die Charakterzeichnung seiner Haupt- und Nebenfiguren ist Anthony Horowitz hervorragend gelungen, ich mochte Susan und Atticus Pünd bereits in den beiden ersten Krimis der Reihe und fand es faszinierend, wie sich die zahlreichen Puzzleteile nach und nach zu einem Ganzen zusammenfügten. Das Buch, das neben den beiden Krimihandlungen auch Wortspiele und Anagramme enthält, hat mich absolut begeistert, ich habe mich bestens unterhalten gefühlt.
Leseempfehlung für alle, die ruhige und intelligent geschriebene Krimis ohne blutiges Gemetzel lieben.
Tod zur Teestunde
Bewertung von Der Blaue Mond am 07.12.2025
Das ist meine erste Berührung mit Susan Ryeland. Es fängt ziemlich harmlos an, Susan fühlt sich auf Kreta persönlich nicht wohl und es zieht sie zurück in die englische Heimat, London. Als Lektorin wird ihr ein neues Buch angeboten, das ziemlich interessant klingt. Also greift sie zu und das Drama gewinnt an Fahrt.
Trotz der beinahe 600 Seiten wird es nicht langweilig, im Gegenteil, nach und nach baut sich ein zweiter Fall auf, verschachtelt Buch im Buch. Immer wieder überschneiden sich die Stränge, Personen und Geschehnisse. Susan wird immer mehr hineingezogen in beide Fälle. Ich liebe die Anagramme und die doppelten Charaktere. Es ist eine gute Mischung aus Sherlock Holmes und Escape Rätseln. Mit durchweg britischem Understatement und Humor, ich fühlte mich bestens unterhalten. Also bestens geeignet für Leser, die die guten alten Krimis lieben und sicherlich auch eine prima Filmvorlage.
Der Tote aus Zimmer 12
Susan Ryeland, ehemalige Lektorin, führt mit ihrem Lebensgefährten Andreas seit ein paar Jahren ein kleines Hotel auf Kreta. Doch der Alltag ist nicht so paradiesisch wie erhofft; Susan vermisst England, und auch das Geld ist knapp, da das Hotel so viel verschlingt. So zögert sie nicht lange, als eines Tages das Ehepaar Treherne vor ihr steht. Sie erzählen von einem grausamen Mord, der sich acht Jahre zuvor, am Tag der Hochzeit ihrer Tochter Cecily, in ihrem Hotel Branlow Hall in Suffolk ereignet hat. Alan Conway, der Autor der Atticus-Romane, die Susan redigiert hat, war später ebenfalls in Branlow Hall zu Gast und schrieb einen entsprechenden Roman. Cecily Treherne gelangte an das Buch, fand sofort Conways Hinweis auf den Mörder - und ist nun spurlos verschwunden. Sie hoffen auf Susans Hilfe - und bieten ihr eine beträchtliche Summe für die Aufklärung des Falles. Doch dieser Fall ist komplizierter als gedacht, und mehrere Personen wollen mit allen Mitteln verhindern, dass Susan dunkle Geheimnisse aufdeckt, die niemals an Licht gelangen sollen ...
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Das Cover ist nicht nur wunderschön, sondern passt perfekt zum Inhalt!
Ich liebe Anthony Horowitz´ Kriminalromane. Ich habe alle gelesen und wurde noch nie enttäuscht - ganz im Gegenteil! Sie zählen immer zu den Highlights eines Lesejahres.
Seine Werke bestechen v.a. durch Horowitz´ Stil, der einfach ein Genuss ist und einen sehr an die großen klassischen britischen Kriminalromane erinnern. Wer Agatha Christie liebt, der wird definitiv auch Gefallen an Anthony Horowitz finden! Immer sind seine Werke auch atmosphärisch, immer sind sie wirklich genial aufgebaut. Es wird keine Sekunde langweilig, man kann herrlich mitermitteln, die Auflösung überrascht und überzeugt einen jedes Mal aufs Neue.
Auch "Der Tote aus Zimmmer 12" bietet wieder diese Mischung aus schönen Bildern, viel Spannung und Gefahr, dunkler, mysteriöser Stimmung, viel Stoff zum Nachdenken. Auch für die Figuren hat Horowitz wahrlich Talent; auch hier sind sie wieder hervorragend gezeichnet. Man kann sie oftmals einfach nicht durchschauen, weiß bis zuletzt nicht, ob sie nun Täter oder jedenfalls gefährlich sind oder nicht. Horowitz´ Figuren lösen viel beim Leser aus, lassen ihm bspw. den Atem stocken, lösen eine Gänsehaut aus. Definitiv in höherem Maße als man das von anderen Autoren kennt!
Zu Beginn hat mich dieser Krimi im Krimi etwas aus dem Lesefluss gerissen, doch das legte sich schnell - zumal dieser Eindruck nur subjektiv und die Idee genial ist und man ja schon nach dem Lesen des Klappentextes weiß, worauf man sich einlässt..
Insgesamt ist es ein gewohnt guter Horowitz, den ich wieder von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe und allen Liebhabern des klassischen britischen Kriminalromans nur empfehlen kann. Ich freue mich jetzt schon sehr auf den nächsten Horowitz!
Tod zur Teestunde
Als Liebhaberin der Horowitz-Krimis im Allgemeinen und der Susan-Ryland-Reihe im Speziellen, musste ich “Mord zur Teestunde” natürlich lesen. Schließlich geht es in den Krimis darum, dass eine Lektorin in Kriminalfälle hineingezogen wird, die mit der von ihr lektorierten Krimi-Reihe rund um den Detektiv “Atticus Pünd” zusammenhängen. Aber sein Autor, Alan Conway, ist seit dem letzten Band (“Moonflower Murders”) tot. Und dennoch gibt es diesen dritten Band der Reihe - weil anscheinend die Schauspielerin, die Susan in den Verfilmungen spielt, das angeregt hat.
Susan ist also zurück aus Griechenland und lebt wieder in London, wo sie als freiberufliche Lektorin arbeitet. Als ein Verleger, für den sie freiberuflich Schwedenkrimis lektoriert, ihr einen neuen Atticus-Pünd-Roman, verfasst von dem jungen Autor Elitot Crace, zur Bearbeitung vorschlägt, möchte Susan am liebsten die Flucht ergreifen. Schließlich wäre sie wegen den Pünd-Romanen fast gestorben. Doch natürlich lässt sie sich wieder darauf ein und wird in ein Netz aus dunklen Geheimnissen, Intrigen, Hass und Neid innerhalb einer schwerreichen Upperclass-Familie gezogen, das noch viel dichter und unentrinnbarer scheint, als jemals zuvor.
Teilweise ist dieses Buch drei Bücher in einem: Erstens ist es natürlich “Mord zur Teestunde”, geschrieben von Anthony Horowitz. Dann haben wir das hauptsächliche “Buch im Buch”, nämlich den Atticus-Pünd-Roman “Pünds letzter Fall”, geschrieben von Eliot Crace, den die Hauptfigur Susan Ryland lektorieren soll. In “Pünds letzter Fall” schreibt wiederum der schwerkranke Pünd selbst sein Opus Magnum “The Landscape of Criminal Investigations”, das wir auch wiederum in einem kurzen Auszug und in einem anderen Schriftbild abgedruckt bekommen. Wir haben also Metafiktionalität auf die Spitze getrieben und sowas liebe ich einfach: Buch im Buch im Buch. Die ganzen Verweise, Analogien, Anagramme und Hinweise, die in den Büchern versteckt sind, machen einfach sehr viel Spaß. Wenn man sowas mag natürlich. Für diejenigen, die nicht so in der Buchbranche und ihren Mechanismen “drin” sind, liefert “Mord zur Teestunde” unglaublich viel Hintergrundwissen. Wie berechenbar sind Bestseller? Gar nicht. Stephen Kings “Carrie” wurde, so erzählt es Susan Ryeland, von 30 Verlagen abgelehnt. Sie spricht auch über Makulatur, also das, was mit Büchern passiert, die gedruckt, aber nicht verkauft wurden. Bittere Wahrheiten, über die unter Schreibenden und Verlegenden lieber nicht so offen geredet wird.
Der Fall war wie immer super spannend und undurchschaubar. Wer hinter allem steckt - und es gibt ja mehrere Verbrechen - hätte ich nicht rausbekommen. Als ich angefangen habe mit dem Roman und schon voll in Susans derzeitigem Leben drin war, war ich zunächst enttäuscht, als der Pünd-Roman eingeschoben wurde. Aber der hat mich dann auch wieder so gepackt, dass ich dann enttäuscht war, als es wieder um Susan ging. Ich weiß nicht, wie Horowitz das macht, aber er kann es einfach. Ich habe so eine Buch-im-Buch-Geschichte noch nie so gut gelesen wie von ihm. Ich bin schwer begeistert und sehr enttäuscht, wenn das wirklich der letzte Band rund um Susan Ryeland gewesen sein sollte. Ach komm, Anthony, sei nicht so: Mach’s noch einmal! Bitte!
Aus dem Englischen von Lutz-W. Wolff
Tod zur Teestunde
Ein ebenso ungewöhnlicher wie vielschichtiger Krimi mit der Ermittlerin Susan Ryeland, der uns von Kreta - wo sich Susan trotz aller Versuche nicht einleben konnte, was ich im Leben nicht verstehen werde - zurück nach England führt. Susan ist Verlegerin, braucht Arbeit und kommt durch ihre alten Kontakte zu einem kleinen Verlag. Ihr erster Auftrag: sie soll den Krimi eines jungen Autors redigieren, der eine bereits bekannte Ermittlerfigur, nämlich Atticus Pünd,mit dem Susan schon einmal zu tun hatte, neu belebt. Dieser Krimi spielt in Nizza und hat - so scheint es Susan - eine frappierende Ähnlichkeit mit der eigenen Familie des Autors, des jungen Eliot Crace, Enkel einer berühmten Kinderbuch-Autorin. Susans Arbeit wird bald durch einige dramatische Ereignisse unterbrochen...
Teilweise wird hier das Format Buch-im-Buch genutzt, das ich sehr schätze, wenn es gut gemacht ist. Bei Anthony Horowitz kann man sich auf eine gelungene Umsetzung verlassen, die ich mit großem Genuss gelesen habe. Wie immer bei diesem Autor muss man sich auf etliche Überraschungen gefasst machen! Very british: spannend und atmosphärisch zugleich!
Der Tote aus Zimmer 12
Bewertung von miamina am 03.06.2022
Toller britischer Krimi
Susan Ryeland war einst die Lektorin des Bestsellerautors Alan Conway, mittlerweile führt sie mit ihrem Mann ein kleines Hotel auf Kreta. Doch plötzlich holt die Vergangenheit sie ein, als das Ehepaar Treherne auftaucht und ihr 10.000 Pfund bietet, wenn sie im Fall des Verschwindens ihrer Tochter ermittelt. Die Eltern gehen davon aus, dass Cecily den wahren Täter eines vor Jahren im Hotel der Trehernes erschlagenen Mannes erkannte. Hinweise dazu sollen sich ausgerechnet im letzten Buch von Susans Klienten Conway finden.
Der Klappentext hat mich sofort angesprochen, weil er mich an klassische britische Kriminalromane erinnerte. Und tatsächlich kommt "Der Tote aus Zimmer 12" ziemlich nah dran. Horowitz ist wirklich ein Meister des Verwirr- uns Versteckspiels. Hinweise auf den/die Täter gibt es, oft fallen sie erst auf, wenn der Fall gelöst wird. Besonders raffiniert ist es, dass Horowitz den Kriminalroman mit den Hinweisen auf den Mörder im eigentlichen Krimi ebenfalls einbindet. Zunächst lernt man den aktuellen Fall kennen, für Recherchen liest Susan diesen dann aber nochmal durch und wir lesen mit, bevor es zur Lösung des Falles kommt. Verdächtige gibt es genug. Da macht das Mitermitteln Spaß. Auch der Reichtum an verschiedenen Charakteren hat mir gut gefallen. Jeder hat irgendetwas zu verbergen, aber ist er auch ein Mörder? Findet es heraus, wenn ihr das Buch lest. Mir hat es richtig gut gefallen. Ruhigere Phasen konnte man super zum Überdenken der Lage nutzen. Kann das Buch nur wärmstens empfehlen, vor allem, wenn man klassische britische Krimiliteratur mag.
Der Tote aus Zimmer 12
Das Cover dieses Buches ist sehr gut gelungen und macht Lust auf mehr. Die Gestaltung ist sehr übersichtlich und strukturiert, sodass man immer im Bilde ist was gerade passiert und worum es geht. Man muss nie zurückblättern und nachlesen. Es wird auch nie langweilig und man will es unbedingt schnellstmöglich durchgelesen haben. Auch die Idee ein Buch im Buch zu lesen aus dem sich dann der aktuelle Fall lösen lässt ist klasse. Auch bleibt es bis zum Schluss spannend und man hat so viele Verdächtige und weiß trotzdem nicht wer es dann doch war. Es ist sehr flüssig geschrieben, wodurch es sich sehr gut und schnell lesen lässt. Die Figuren sind sehr authentisch und gut beschrieben. Das Buch hatte mich sofort fasziniert nachdem ich den Klapptext gelesen hatte und deshalb habe ich es mir in meiner Bücherei ausgeliehen und recht schnell ausgelesen. Ich kann es jeden empfehlen der gute Krimis mag
Tod zur Teestunde
Bewertung von Readaholic am 22.12.2025
Obwohl ich bisher alle Romane aus Anthony Horowitz‘ Reihe über Susan Ryeland gelesen habe, bin ich immer dankbar, wenn der Autor die komplexen Ereignisse der letzten Bände zusammenfasst und in Erinnerung ruft.
In gewohnter Manier ist auch „Tod zur Teestunde“ ein Buch im Buch. Zunächst erfahren wir, dass Susan Ryeland aus Kreta zurückgekehrt ist und wieder in London lebt. Dort soll sie den letzten Band der Atticus Pünd-Reihe lektorieren. Da der Autor der Reihe, Alan Conway, im letzten Band ums Leben kam, soll ein unbekannter Autor namens Eliot Crace das Buch im Stil von Conway weiterschreiben. Der Name Crace ist allerdings sehr bekannt, denn Eliots Großmutter schrieb eine höchst erfolgreiche Kinderbuchreihe namens „Little People“, in der herzensgute Menschen in einer heilen Welt leben. Im Gespräch mit Eliot erfährt Susan allerdings, dass Eliots Kindheit unter einem Dach mit der Großmutter alles andere als idyllisch war. Außerdem deutet er an, dass seine herrische Großmutter keines natürlichen Todes gestorben sei. In dem Buch, das er nun schreibt, finden sich viele Parallelen zu seinem eigenen Leben, viele Familienmitglieder kommen dabei nicht gut weg. Ihnen ist das Buch ein Dorn im Auge, in ihren Augen ist Eliot ein Nestbeschmutzer, der dem immer noch lukrativen Familienunternehmen schaden will. Als Eliot dann bei einem Unfall ums Leben kommt, gibt es eine ganze Reihe von Leuten, denen sein Tod gelegen kommt. Hauptverdächtige in den Augen der Polizei ist allerdings Susan Ryeland selbst.
Wie immer bei Horowitz‘ Büchern habe ich „Tod zur Teestunde“mit großem Vergnügen gelesen, auch wenn ich dieses Mal das eine oder andere Detail nicht sehr glaubhaft fand und in der Mitte des Buchs ein paar Längen aufkamen. Insgesamt tat dies dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch. Die eingestreuten Anagramme sind wirklich clever. Ich bewundere Leute, die sich sowas ausdenken. Als treue Leserin freue ich mich schon auf den nächsten Band aus dieser unterhaltsamen Reihe, die im übrigen ganz hervorragend von Lutz-W. Wolff übersetzt wird!
Der Tote aus Zimmer 12
Bewertung von büchernarr am 15.05.2022
Ich bin ein großer Fan aller neueren Bücher von Anthony Horowitz. In diesem zweiten Teil der Reihe kehrt Susan Ryeland nach England zurück, nachdem sie gebeten wurde, das Verschwinden einer Frau zu untersuchen. Ihre Eltern haben Susan angeheuert, weil sie überzeugt sind, dass Alan Conways Buch das Geheimnis ihres Verschwindens birgt. Das Buch wurde von einem Mord inspiriert, der sich am Tag der Hochzeit ihrer Tochter in ihrem Hotel ereignet hat.
Wieder einmal werden wir mit einem Buch im Buch verwöhnt. Zunächst geht es um den eigentlichen Fall, in dem Susan ermittelt. Dann bekommen wir das Buch von Atticus Pund.
Dieses Buch war unterhaltsam und fesselnd. Das Buch ist zwar lang, aber mir fiel kein Teil ein, den man hätte streichen können. Für alles gibt es einen Grund. Wie man so schön sagt: Wenn es im ersten Akt eine Waffe gibt, wird im zweiten Akt jemand erschossen.
Es gibt hier mehrere Ebenen. Lesen Sie aber das Buch nicht, wenn Sie einen leichten Krimi suchen. Hier sind beide Geschichten extrem verworren. Horowitz schreibt im Stil der alten Meister, gibt uns jede Menge Verdächtige, Unmengen von Ablenkungsmanövern und sogar die große Enthüllung, bei der alle zusammenkommen.
Insgesamt hat mir dieses Buch vielleicht nicht so gut gefallen wie die Vorgänger, aber ich freue mich auf die gemeinsamen Abenteuer der beiden im nächsten Band.
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