
Autor im Porträt
Leo N. Tolstoi
zur AutorenweltToptitel von Leo N. Tolstoi
Anna Karenina
Buch mit Leinen-Einband
Einer der größten Liebesromane der Weltliteratur! Anna, die schöne Frau des hohen Petersburger Beamten Karenin, hat sich leidenschaftlich in den Grafen Wronski verliebt. Sie bekennt sich offen zu ihrer Liebe und verläßt ihren Mann. Aber die vornehme Gesellschaft verzeiht ihr diesen provozierenden Verstoß gegen die Konventionen nicht. Verzweifelt kämpft Anna um ihren Sohn und um ihre Liebe.…mehr
16,00 €
Krieg und Frieden
Buch mit Leinen-Einband
Krieg und Frieden erzählt die epische Geschichte der russischen Gesellschaft vor dem Hintergrund von Napoleons Invasion in Russland. Im Mittelpunkt stehen die drei Charaktere Pierre Besuchow, der uneheliche Sohn eines Grafen, der um sein Erbe kämpft und sich nach geistiger Erfüllung sehnt; Fürst Andrej Bolkonski, der seine Familie zurücklässt, um im Krieg gegen Napoleon zu kämpfen; und Natascha Rostow, die schöne junge Tochter eines Adeligen, die beide Männer intrigiert. Während Napoleons Armee einmarschiert, stellt Tolstoi auf anschauliche Weise dar, wie Charaktere mit unterschiedlichem Hintergrund - Bauern und Adelige, Zivilisten und Soldaten - mit den Problemen kämpfen, die bezeichnend für ihre Zeit, ihre Geschichte und ihre Kultur sind.…mehr
18,00 €

Leo N. Tolstoi
Lew Tolstoj wurde am 9. September 1828 in Jasnaja Poljana bei Tula geboren und starb am 20. November 1910 in Astapowo, heute zur Oblast Lipezk an einer Lungenentzündung. Tolstoj entstammte einem russischen Adelsgeschlecht. Als er mit neun Jahren Vollwaise wurde, übernahm die Schwester seines Vaters die Vormundschaft. An der Universität Kasan begann er 1844 das Studium orientalischer Sprachen. Nach einem Wechsel zur juristischen Fakultät brach er das Studium 1847 ab, um zu versuchen, die Lage der 350 geerbten Leibeigenen im Stammgut der Familie in Jasnaja Poljana mit Landreformen zu verbessern. Er erlebte von 1851 an in der zaristischen Armee die Kämpfe im Kaukasus und nach Ausbruch des Krimkriegs 1854 den Stellungskrieg in der belagerten Festung Sewastopol. Die Berichte aus diesem Krieg (1855: Sewastopoler Erzählungen) machten ihn als Schriftsteller früh bekannt. Er bereiste aus pädagogischem Interesse 1857 und 1860/61 westeuropäische Länder und traf dort auf Künstler und Pädagogen. Nach der Rückkehr verstärkte er die reformpädagogischen Bestrebungen und richtete Dorfschulen nach dem Vorbild Rousseaus ein. Seit 1855 lebte er abwechselnd auf dem Gut Jasnaja Poljana, in Moskau, und in Sankt Petersburg. Im Jahre 1862 heiratete er die 18-jährige deutschstämmige Sofja Andrejewna Behrs, mit der er insgesamt 13 Kinder hatte. In den folgenden Jahren seiner Ehe schrieb er die monumentalen Romane Krieg und Frieden sowie Anna Karenina, die Tolstojs literarischen Weltruhm begründeten.Kundenbewertungen
Der Tod des Iwan Iljitsch
Der Roman beginnt mit der Trauerfeier für Iwan Illjitsch, der nach langer und schwerer Krankheit gestorben ist. Von echter Trauer ist keine Spur, es mangelt selbst seinen langjährigen Freunden an echter Anteilnahme, stattdessen verabredet man sich für den Abend zum Kartenspielen. Die Witwe betont, wie sehr sie gelitten hat und interessiert sich primär für Geldunterstützung vom Staat.
Der Sarkasmus, der hier zum Ausdruck kommt, spiegelt die Außenperspektive auf die Sinnhaftigkeit des Lebens wider. Die Innenperspektive erlebt der Protagonist im Zuge seiner Krankheit.
Es folgt die Biografie von Iwan Illjitsch, der als Richter der gehobenen Gesellschaft angehört. Im Zuge seiner beruflichen Karriere lernt er seine Frau kennen und wird Teil der gehobenen Gesellschaft. In dem Maße, in dem ihre Ansprüche zunehmen, entfremden sich die Eheleute. Illjitsch konzentriert sich auf seinen Beruf und familiär wird der äußere Schein gewahrt.
Eine Neubewertung seiner Lebenssituation erfolgt erst im Zuge seiner Krankheit. Er konsultiert zahlreiche Ärzte, die ihm letztlich nicht helfen können. Sie behandeln ihn mit derselben professionellen Unmenschlichkeit, mit der er als Richter seine Angeklagten abgeurteilt hat.
Iwan Illjitsch beschäftigt sich zunehmend mit existenziellen Fragen und stellt sich die Frage nach dem Sinn des Lebens. Ihn plagen neben seinen physischen Schmerzen Zweifel. "Dass sowohl sein Dienst wie auch seine Lebensführung, seine Familie sowohl wie all diese Interessen der Gesellschaft und des Dienstes, dass all dies zusammen nicht das Wahre gewesen sein mochte." (85)
Leo Tolstoi kritisiert mit dieser Geschichte die Werte der bürgerlichen Existenz und der Gesellschaft. Leben rational zu erklären führt zu Kälte und Bedeutungslosigkeit. Die Antworten lauten Selbstlosigkeit und Liebe, wie sie durch Illjitsch Diener Gerassim zum Ausdruck kommen – der einzige Lichtblick in dieser trostlosen Erzählung.
Krieg im Kaukasus
Endlose Langeweile
Mein voriges Buch war der Simplicissimus, ich wollte mich mit Kriegsbeschreibungen beschäftigen. Außerdem wollte ich meinen ausgefallenen Armenien-Urlaub nachholen. Doch was mir Tolstoj bot, führte immer wieder dazu, dass ich beim Lesen einschlief. Und in Lockdown-Zeiten brauche ich etwas, was mich bei der Stange hält oder gute Laune macht.
Weder grandiose Landschaftsbeschreibungen noch Kriegsgeschehnisse, die ich vorher noch nicht kannte, konnte diese Buch mir liefern.
Es mag ja sein, dass Tolstoj im Kaukasus der beliebteste russische Schriftsteller ist, weil er die kaukasischen Helden positiv darstellt, ich habe nach 108 Seiten die Waffen gestreckt. 1 Stern