
Autor im Porträt
Thomas Mann
zur AutorenweltToptitel von Thomas Mann
Der Zauberberg. Roman
Gebundenes Buch
Thomas Manns Meisterwerk
Drei Wochen will Hans Castorp in Davos verbringen, zu Besuch bei seinem lungenkranken Vetter im Sanatorium. Bald beginnt er selbst zu husten und wird als Patient etwas länger bleiben müssen. Nicht so schlimm, denn der komfortable Berghof steckt voller unterhaltsamer Menschen. Von Krankheit und Tod umgeben und doch wie in einem eigenen Universum aufgehoben, taucht der junge Mann ein in tiefsinnige Gespräche über Politik, Philosophie oder die Künste und verliebt sich in eine schöne Madame. Europas Zivilisation am Scheitelpunkt ihres Niedergangs: In diesem großen Zeitroman hat Thomas Mann sie so farbenreich wie feinsinnig geschildert wie wohl niemand vor oder nach ihm.
Fiebertraum und Höhenrausch: Thomas Manns erfolgreichster Roman»Ein hochaktuelles Buch. Es zeichnet ein Porträt der damaligen Gesellschaft - und lässt nachvollziehen, wie sich der reaktionäre Schriftsteller zum Demokraten wandelte.« Jüdische AllgemeineAngeregt wurde Mann durch die Verhältnisse in einem Davoser Sanatorium, das er 1912 beim Besuch seiner lungenkranken Ehefrau kennengelernt hatte»Der Mensch soll um der Güte und Liebe willen dem Tode keine Herrschaft einräumen über seine Gedanken.« aus Der Zauberberg…mehr
Drei Wochen will Hans Castorp in Davos verbringen, zu Besuch bei seinem lungenkranken Vetter im Sanatorium. Bald beginnt er selbst zu husten und wird als Patient etwas länger bleiben müssen. Nicht so schlimm, denn der komfortable Berghof steckt voller unterhaltsamer Menschen. Von Krankheit und Tod umgeben und doch wie in einem eigenen Universum aufgehoben, taucht der junge Mann ein in tiefsinnige Gespräche über Politik, Philosophie oder die Künste und verliebt sich in eine schöne Madame. Europas Zivilisation am Scheitelpunkt ihres Niedergangs: In diesem großen Zeitroman hat Thomas Mann sie so farbenreich wie feinsinnig geschildert wie wohl niemand vor oder nach ihm.
Fiebertraum und Höhenrausch: Thomas Manns erfolgreichster Roman»Ein hochaktuelles Buch. Es zeichnet ein Porträt der damaligen Gesellschaft - und lässt nachvollziehen, wie sich der reaktionäre Schriftsteller zum Demokraten wandelte.« Jüdische AllgemeineAngeregt wurde Mann durch die Verhältnisse in einem Davoser Sanatorium, das er 1912 beim Besuch seiner lungenkranken Ehefrau kennengelernt hatte»Der Mensch soll um der Güte und Liebe willen dem Tode keine Herrschaft einräumen über seine Gedanken.« aus Der Zauberberg…mehr
9,95 €
Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
Gebundenes Buch
Die Geschichte von einem, der alle zu blenden vermag
Felix Krull, Schaumweinfabrikantensohn »aus feinbürgerlichem, wenn auch liederlichem Hause«, ist ein Meister des schönen Scheins und hat das Täuschen und Betrügen zu einer Kunstform erhoben. In einem Pariser Luxushotel ist der junge Liftboy und spätere Oberkellner von reichen Leuten umgeben, die sich mit Freuden von ihm blenden, bestehlen oder verführen lassen. Der große Erzähler Thomas Mann hat sein literarisches Lebenswerk mit einem heiteren Schelmenroman voller skurriler Gestalten und wunderbar unmoralischer Begebenheiten beschlossen.
»Welch eine herrliche Gabe ist nicht die Phantasie, und welchen Genuß vermag sie zu gewähren!« Thomas MannThomas Mann beließ sein letztes Werk als Romanfragment. Zur Weiterführung von Felix Krulls Lebensweg äußerte sich der 79-jährige: "Wie, wenn der Roman weit offen stehen bliebe? Es wäre kein Unglück meiner Meinung nach."Thomas Mann strebte eine travestierende Übertragung des Künstlertums ins Betrügerisch-Kriminelle an und rückte den Künstler humoristisch in die Nähe des Hochstaplers. Er parodiert den klassischen Bildungs- und Entwicklungsroman und steht in der Tradition des Abenteuer- und Schelmenromans…mehr
Felix Krull, Schaumweinfabrikantensohn »aus feinbürgerlichem, wenn auch liederlichem Hause«, ist ein Meister des schönen Scheins und hat das Täuschen und Betrügen zu einer Kunstform erhoben. In einem Pariser Luxushotel ist der junge Liftboy und spätere Oberkellner von reichen Leuten umgeben, die sich mit Freuden von ihm blenden, bestehlen oder verführen lassen. Der große Erzähler Thomas Mann hat sein literarisches Lebenswerk mit einem heiteren Schelmenroman voller skurriler Gestalten und wunderbar unmoralischer Begebenheiten beschlossen.
»Welch eine herrliche Gabe ist nicht die Phantasie, und welchen Genuß vermag sie zu gewähren!« Thomas MannThomas Mann beließ sein letztes Werk als Romanfragment. Zur Weiterführung von Felix Krulls Lebensweg äußerte sich der 79-jährige: "Wie, wenn der Roman weit offen stehen bliebe? Es wäre kein Unglück meiner Meinung nach."Thomas Mann strebte eine travestierende Übertragung des Künstlertums ins Betrügerisch-Kriminelle an und rückte den Künstler humoristisch in die Nähe des Hochstaplers. Er parodiert den klassischen Bildungs- und Entwicklungsroman und steht in der Tradition des Abenteuer- und Schelmenromans…mehr
7,95 €

Thomas Mann 1944.© S.Fischer Verlag
Thomas Mann
Der Kaufmannssohn Thomas Mann (* Lübeck 1875, † Zürich 1955) wurde einer der wirkmächtigsten Schriftsteller deutscher Sprache. "Sein Herz waschen" hat er das Schreiben genannt; sein Werk umfasst zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays und politische Schriften. Schon Thomas Manns erster großer Roman "Buddenbrooks" (1901) hatte das Zeug zum Nobelpreis, der ihm 1929 verliehen wurde. Die Romane "Doktor Faustus" (1947) sowie die Trilogie "Joseph und seine Brüder" (1933-43) bilden das Alterswerk und den Gipfelpunkt seines Schaffens. Mit kritischem Auge verarbeitete Thomas Mann in seinen Werken die Auflösung der bürgerlichen Kultur seiner Gegenwart. Er sah den Aufstieg des Faschismus vorher und warnte davor. Kurz nachdem die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland übernommen hatten, emigrierte Thomas Mann in die Schweiz und ging von dort ins amerikanische Exil. 1952 kehrte er nach Europa zurück und lebte bis zu seinem Tod in der Schweiz.Medien
Kundenbewertungen
Buddenbrooks
Bewertung von VolkerM am 30.10.2025
Thomas Manns 150. Geburtstag ist gerade für den S. Fischer Verlag ein Grund zum Feiern, denn Samuel Fischer kommt das Verdienst zu, „Buddenbrooks“ verlegt und damit Manns Aufstieg eingeleitet zu haben. Es war ein verlegerisches Risiko, denn trotz nie angezweifelter literarischer Qualität war Fischer sich keineswegs sicher, ob ein 1000 Seiten langer Roman die Leser begeistern würde. Sein Lektor forderte massive Kürzungen, Thomas Mann weigerte sich standhaft, Fischer gab nach. Der Rest ist Literaturgeschichte.
Das Besondere an „Buddenbrooks“ ist aus meiner Sicht die strukturelle Komplexität, die vom gedankenschweren Essay bis zu humoristischen Einlagen reicht. Manns eloquente Ironie wirkt umso stärker im Kontrast mit den analytischen Passagen, denn in der Tat wären 1000 Seiten Mannsche Ernsthaftigkeit zu schwere Kost - bei aller sprachlichen Brillanz. Und das ist Manns weitere überragende Qualität: Seine Sätze sind geschriebene Musik. Kaum ein anderer Autor hat ein so feines Gespür für die Schönheit der Satzmelodie und entwickelt sein Thema so mühelos fort. Das hat große Ähnlichkeit mit dem Klangwerk eines Komponisten. Und deshalb kann man „Buddenbrooks“ auch immer wieder lesen, gibt es doch immer wieder Neues zu entdecken.
Die Sonderauflage ist sorgfältig produziert, auf fein getöntem Dünndruckpapier, mit Lesebändchen. Der „Schuber“ ist allerdings kaum mehr als eine Banderole aus Karton, hinten offen und damit nicht unbedingt das, was man üblicherweise unter einem Schuber versteht. Auch hätte ich mir bei einer Jubiläumsausgabe eine Fadenheftung statt der Klebebindung gewünscht, denn „Buddenbrooks“ ist eines der Bücher, die auch in der nächsten Generation nicht auseinanderfallen sollten.
Das Begleitheft ist ausgesprochen gelungen, mit hochspannenden und überraschenden Informationen zur Publikations- und Rezeptionsgeschichte dieses Jahrhundertromans. Am besten, man liest es vorab, dann weiß man, dass dieses Werk nicht einfach vom Himmel gefallen ist, sondern von zwei Überzeugungstätern realisiert wurde.